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Höcke schaut Putin-Interview – danach hat er nur einen Wunsch

Das Putin-Interview mit dem Trump-nahen Moderator Tucker Carlson hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Auch Rechtsextremist Björn Höcke hat sich wohl das Interview angeschaut.In einem Tweet bewundert er den Kreml-Chef Putin und seine Redekunst. Noch dazu äußert er einen Wunsch an die deutschen Medien, der ziemlich heuchlerisch wirkt. +++ Dazu interessant: Ausländer raus: AfD-Höcke will […]

© IMAGO / Jacob Schröter; IMAGO / ZUMA Wire

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Das Putin-Interview mit dem Trump-nahen Moderator Tucker Carlson hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Auch Rechtsextremist Björn Höcke hat sich wohl das Interview angeschaut.

In einem Tweet bewundert er den Kreml-Chef Putin und seine Redekunst. Noch dazu äußert er einen Wunsch an die deutschen Medien, der ziemlich heuchlerisch wirkt.

+++ Dazu interessant: Ausländer raus: AfD-Höcke will „20 bis 30 Prozent“ weniger Einwohner in Deutschland +++

Putin-Interview voller falscher Behauptungen

In der deutschen Nacht zu Freitag (9. Februar) hat der rechte US-Talkmaster Tucker Carlson sein 127 Minuten langes Interview mit Wladimir Putin veröffentlicht. Darin behauptete der Kreml-Chef unter anderem, der russische Einmarsch in die Ukraine sei notwendig gewesen. So sollte die russischsprachige Bevölkerung angeblich geschützt werden.

Das Interview war zuvor hart umstritten, da Carlson für die Verbreitung von Falschmeldungen und Verschwörungstheorien bekannt ist. Kritiker hatten das -schon im Vorhinein des Gesprächs als Grund ausgemacht, warum der Russen-Despot dem Amerikaner das Interview im Kreml gewährt hat.

Höcke hat großen Wunsch nach Interview

Auch der rechtsextreme AfD-Politiker Höcke hat von dem Putin-Interview Wind bekommen. Auf der Plattform X schreibt er dazu: „Das zweistündige Gespräch ist eine journalistische Glanzleistung des US-Amerikaners, weil er kein Feindbild bewirtschaftet, sondern die Motive seines Gegenüber wirklich ergründen will.“ Dann äußert Höcke noch seinen großen Wunsch an die deutsche Medienlandschaft: „Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn deutsche Mainstream-Journalisten mir in derselben Offenheit begegnen würden“.

Höcke möchte also so befragt werden wie Putin. Der Wunsch wirkt sehr ironisch. Schließlich hat gerade die AfD in Thüringen häufiger gezeigt, was sie von freien Journalismus hält. Unter anderem wollte sie das Presseteam der WDR-Show „Monitor“ vom dortigen Parteitag ausschließen. Andere Reporter wurden auf weiteren AfD-Veranstaltungen sogar beschimpft, geschubst und geschlagen.


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Noch dazu bewundert der Thüringer AfD-Chef, wie Putin in dem Interview über „tausendjährige russische Geschichte“ spricht. In den Kommentaren unter dem Höcke-Beitrag wird ihm aber schnell der Wind aus den Segeln genommen. „Putins übliches Gelüge, und Carlson wie immer tief im Gesäß von Putin“, schreibt ein Nutzer darunter. „Gesehen und viel den Kopf geschüttelt“, regt sich ein anderer Nutzer über das Putin-Gespräch auf.