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EM 2024: Jetzt auch Österreich – Skandal im Ösi-Block

Die österreichische Nationalmannschaft trumpft bei der EM auf und begeistert die Massen. Doch mitten in der Ekstase kommt es zum Skandal.

Die Österreicher sorgen mit einem Nazi-Plakat für den nächsten EM-Skandal.
© IMAGO/Uwe Koch

Reden wir drüber: Wieviel Flagge zeigen bei der EM ist eigentlich ok?

Die EM ist zurück in Deutschland und mit ihr die Flaggen. Doch sind diese Deutschland-Symbole nur patriotisch oder auch nationalistisch?

Für viele Experten zählte die österreichische Nationalmannschaft bereits im Vorfeld des Turniers als Geheimfavorit. Doch spätestens nach dem furiosen 3:2-Erfolg über die Niederlande, welcher im Gruppensieg in der EM-Gruppe D mündete, dürften sich viele Zuschauer der Expertenmeinung angeschlossen haben. Doch die Feierlaune wird von einem Skandal überschattet.

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Selbst die Österreicher dürften nicht daran geglaubt haben, dass sie in einer Gruppe mit Turnierfavorit Frankreich und den Niederlanden schlussendlich vom Platz an der Sonne grüßen. Dank des Gruppensieges wartet nun im Achtelfinale (02. Juni) der Kracher gegen die Türkei. Die Ekstase im Ösi-Lager ist daher nicht verwunderlich.

EM: Banner-Skandal in Berlin

Den Grundstein für das Weiterkommen haben die Österreicher im Spiel gegen Polen gelegt. Beim 3:1-Sieg wusste die Elf von Ralf Rangnick auf dem Platz zu überzeugen, auf den Rängen spielten sich derweil unschöne Szenen ab. Kurz vor Spielende packten Unbekannte ein Banner mit der Aufschrift „Defend Europe“ aus.

Der Slogan ist fester Bestandteil der Meinungsmache der „Identitären Bewegung (IB)“, einer Gruppierung rechtsextremer Aktivisten. Sie sind in mehreren Ländern, darunter in Deutschland und Österreich, aktiv und stehen auf den Beobachtungslisten der europäischen Verfassungsschützer. Der Leitsatz „Defend Europe“ wird verwendet, um Bürger gegen Migration anzustacheln. Laut eigenen Angaben sieht man die europäische Identität nämlich durch diese, insbesondere durch den Zuzug von Muslimen, gefährdet.


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Die IB ist Verfechter des sogenannten Ethnopluralismus, welcher eine kulturelle und ethnische Homogenität fordert.

ÖFB zeigt sich betroffen

Laut Angaben der Bild-Zeitung soll das Banner für knapp zwei Minuten sichtbar gewesen sein – genug Zeit für rechtsradikale Meinungsmache. Sogar der Verband reagiert.

„Der ÖFB ist sehr betroffen, dass so ein Transparent, trotz strenger Kontrollen, ins Stadion gelangt ist. Nationalteam und Verband stehen ganz klar für Toleranz, Vielfalt und Integration in allen Bereichen unserer Gesellschaft.“

Statement Österreichischer Fußball-Bund

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Die ÖFB-Fanbeauftragten hätten unmittelbar reagiert und seien eingeschritten. Die Personen sollen jetzt entlarvt werden. Fest stehe jedoch, dass „das Banner nicht der organisierten Fanszene des Nationalteams zuzuordnen ist. (…) Der ÖFB positioniert sich seit Jahren ganz klar gegen Extremismus und leistet viel Präventionsarbeit, denn dies steht in krassem Widerspruch zu allen Werten, die der ÖFB und der Fußball verkörpern“, so der Verband.