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Toni Kroos ist Deutschland zu unsicher – „Nicht mehr so wie vor 10 Jahren“

Die Fußballer-Karriere von Toni Kroos fand mit dem 1:2 gegen Spanien nicht das erhoffte Märchen-Ende mit dem EM-Pokal. Der gebürtige Greifswalder kann aber auf erstaunliche Erfolge zurückblicken, darunter den Weltmeister-Titel 2014 und sechs Triumphe in der Champions League. Seit zehn Jahren lebt er nun schon mit seiner Familie in Spanien, kickte bis zum Sommer für […]

Kroos macht sich Sorgen über die Innere Sicherheit in Deutschland.
u00a9 IMAGO / Maximilian Koch, IMAGO / kolbert-press

Mehr Kriminalität: Faeser fordert hartes Durchgreifen des Rechtsstaates

Mehr Diebstähle, mehr Gewaltdelikte: Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und lag damit auf dem höchsten Stand seit 2016. Es ginge nun um ein hartes "Durchgreifen des Rechtsstaates", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik 2023 in Berlin.

Die Fußballer-Karriere von Toni Kroos fand mit dem 1:2 gegen Spanien nicht das erhoffte Märchen-Ende mit dem EM-Pokal. Der gebürtige Greifswalder kann aber auf erstaunliche Erfolge zurückblicken, darunter den Weltmeister-Titel 2014 und sechs Triumphe in der Champions League. Seit zehn Jahren lebt er nun schon mit seiner Familie in Spanien, kickte bis zum Sommer für Real Madrid.

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Kurz vor dem Viertelfinale der EM 2024 ging Kroos in einem Interview für den ZDF-Podcast „Lanz & Precht“ darauf ein, wie er sein Heimatland wahrnimmt. Einige seiner Aussagen sorgen nun für große Aufmerksamkeit und haben eine gewisse politische Brisanz.

Toni Kroos: „Nicht mehr so ganz das Deutschland von vor 10 Jahren“

Toni Kroos hat sich stets klar gegen die AfD positioniert. In einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ sagte er beispielsweise vor der letzten Bundestagswahl: „Diese Partei braucht niemand.“ Doch er scheut sich nicht davor, Bedenken zur Inneren Sicherheit und Migration anzusprechen, die besonders im AfD-Milieu wohl auf offene Ohren stoßen werden.

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So sagte der Fußballer, dass er sich auch deshalb keine Rückkehr nach Deutschland vorstellen könne, weil es um die Sicherheit schlechter bestellt sei als in Spanien. Deutschland sei zwar „ein tolles Land“, jedoch „nicht mehr so ganz“ das Land, das er vor zehn Jahre verlassen habe.

Tochter nachts lieber in Spanien rauslassen als in Deutschland

Kroos betonte, dass er „nicht in eine Ecke gestellt“ werden wolle – offenbar in eine politisch rechte. So versuchte er seine Beobachtung mit einem Beispiel aus seiner Familie klarzustellen.

„Wenn ich es jetzt vergleiche mit Spanien. Ich hab ’ne 7-jährige Tochter zum Beispiel. Wenn die jetzt älter wird, wenn die nachher 13, 14, 15 wird, und wenn mich jetzt jemand fragen würde: ‚Würdest du deine Tochter mit 14 tendenziell abends um 23 Uhr in Spanien rauslassen oder in ’ner deutschen Großstadt?‘ Dann wär‘ ich glaub ich tendenziell eher bei Spanien, aktuell.“

Toni Kroos im ZDF-Podcast „Lanz & Precht“

Kroos betonte weiter, dass Deutschland Einwanderung brauche und während der EM auch zeige, wie offen das Land sein könne. Es sei jedoch in den vergangenen Jahren vieles zu „unkontrolliert“ abgelaufen. Man müsse bei den vielen Einwanderern differenzieren, denn ein gewisser Prozentsatz der Migranten falle negativ auf. „Wenn man sie nicht unterscheiden kann von denen, die uns nicht guttun, wird es am Ende schwierig. Dann wird auch die Haltung der Deutschen immer geteilter.“

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40 Prozent der Deutschen haben mulmiges Gefühl

Das Sicherheitsgefühl von Kroos deckt sich mit einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap. Laut dem ARD-Deutschlandtrend fühlen sich 40 Prozent der Menschen in Deutschland im öffentlichen Ram nicht sicher. Fast jeder Zehnte fühlt sich im ÖPNV, in Parks und Straßen sogar „sehr unsicher“ (9 Prozent).


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Besonders die Menschen in Ostdeutschland (45 Prozent), Frauen (43 Prozent), Menschen zwischen 35-49 Jahre (47 Prozent) und AfD-Wähler (78 Prozent) haben ein schlechtes Sicherheitsgefühl. Wähler der Grünen kennen das mulmige Gefühl anscheinend fast gar nicht. Laut der ARD-Umfrage fühlen sich nur 6 Prozent unsicher im öffentlichen Raum.