Gala bietet spektakuläre Show auf dem Eis

Aufführung der EKLG 2017.
Aufführung der EKLG 2017.
Foto: EKLG
  • Vierte Eiskunstlaufgala der Eiskunstlaufgesellschaft in Ilmenau
  • Nachwuchstalente zeigen, was sie können
  • Die Sportler üben sechs Monate für diesen Auftritt

Am 28. Januar ist es wieder so weit: Die Eiskunstlaufgesellschaft (EKLG) zeigt auf der jährlichen Gala in Ilmenau, was ihre Sportler drauf haben. Die Eiskunstläufer trainieren für diese eine Show schon seit August vergangenen Jahres.

Trainerin Wieczorek-Pfeiffer zeigt, was Eiskunstläufer können

Die Trainerin der Schlittschuh-Meister, Kristin Wieczorek-Pfeiffer, arbeitete bereits mit der Trainerlegende Jutta Möller zusammen, die Katharina Witt zu Olympia führte. Sie selbst holte 2007 den deutschen Meistertitel in Oberstdorf. Im Mai 2014 wurde dann die EKLG mit gerade mal sieben Sportlern gegründet. Heute vereint sie 26 Sportler von vier bis 14 Jahren in vier Gruppen sowohl im Hobby- als auch im Leistungssport. Einst kam Wieczorek-Pfeiffer die Idee, die Jahresleistungen ihrer eigenen Schützlinge auf einer Eisgala zu krönen. Nun muss sie jedoch die Show jedes Jahr wieder toppen. Im vergangenen Jahr wollten bereits mehr als 1000 Zuschauer sehen, was alles im Nachwuchs-Leistungssport möglich ist. Am 28. Januar lädt die EKLG nun erneut zu einer spektakulären Show unter dem Motto „Emotion on Ice – Wenn Träume fliegen lernen“ in die Eishalle nach Ilmenau ein. Im Hinblick auf diese Veranstaltung hat Jana Scheiding, Redakteurin beim Allgemeinen Anzeiger, einige Zahlen und Fakten zusammengetragen.

Mit drei Jahren das erste Mal aufs Eis

Wieczorek-Pfeiffer bildet viele talentierte Eiskunstläufer aus. Die erfolgreichste Sportlerin des Vereins ist Leni Frankenberg. Die Siebenjährige gewann 2017 neun von 13 Wettbewerben. Außerdem holte sie den Vize-Thüringenmeistertitel in ihrer Altersklasse nach Ilmenau. Wieczorek-Pfeiffer verrät, dass Kinder zwischen drei und fünf Jahren in den Leistungssport einsteigen sollten, wenn sie so erfolgreich wie Leni werden wollen. Die Siebenjährige stand selbst das erste Mal mit drei Jahren auf dem Eis. Die Aufnahmefähigkeit in diesem Alter sei gewaltig und unwiederbringlich, so die erfahrene Trainerin.

Eisgala in Ilmenau 2017: Rückblick in Bildern

Hartes Training für die Eiskunstläufer

Wer es als Eiskunstläufer zu etwas bringen will, muss allerdings auch häufig üben: Sechsmal in der Woche trainieren die Leistungsgruppen der EKLG. Auf dem Programm stehen verschiedene Muskelübungen, Seilspringen und Hindernislauf. Die Sportler trainieren so vor allem Körperspannung, Kondition und Koordination. Und trotzdem kann es 16 bis 18 Jahre dauern, ein Talent für zum Beispiel Olympia aufzubauen. Denn in Deutschland dürfen die ehrgeizigen Kinder nicht oft für ihren Leistungssport von der Schule befreit werden. In Kanada, Asien und Russland sind die Schulsysteme anders aufgebaut. Auch deshalb haben sie im Eiskunstlauf häufig die Nase vorn.

Halbes Jahr Vorbereitung

Bereits im Sommer sammelten Trainer, Sportler und Eltern Ideen für die Show am 28. Januar. Bis Oktober studierten die Eiskunstläufer ihre Choreografien auf dem Trockenen ein. Erst im Dezember wurden sie auch aufs Eis gebracht. Der Verein muss sich für die Gala allerdings nicht nur die passenden Auftritte ausdenken. Die EKLG kümmert sich unter anderem auch um Sponsoren, um die Kostüme und Kulissen, die Location und die Technik. Auch Essen und verschiedene Getränke muss der Verein besorgen.

Nachwuchs-Talente gesucht

Die Eisgala der EKLG findet am 28. Januar ab 15 Uhr in der Eishalle Ilmenau statt. Karten können unter der Nummer (0178) 818 83 93 bestellt werden. Die Show dauert 90 Minuten. Den Zuschauern wird dazu geraten, eine Decke mitzubringen. Der Verein sucht jederzeit Sportler-Nachwuchs im Kindergartenalter, weil bereits ab drei Jahren das Talent zu erkennen ist. Die Kids können im Verein zwischen Hobby- und Leistungsbereich wählen. Ab August trainieren die Ilmenauer Eiskunstläufer im Eissportzentrum Erfurt.