Rot-Weiß Erfurt: DAS WAR'S! RWE vor dem endgültigen Aus – Spielbetrieb wird eingestellt

Rot-Weiß Erfurt ist endgültig am Ende. Noch in dieser Woche soll der Spielbetrieb eingestellt werden.
Rot-Weiß Erfurt ist endgültig am Ende. Noch in dieser Woche soll der Spielbetrieb eingestellt werden.
Foto: imago images / Karina Hessland, Montage: Thüringen24

Erfurt. Auch die letzten Rettungs-Versuche sind gescheitert. Noch in dieser Woche werden die schlimmsten Befürchtungen zur traurigen Gewissheit: Rot-Weiß Erfurt ist endgültig am Ende.

Der thüringische Traditionsverein kann den Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten. Das verkündete Insolvenzverwalter Volker Reinhardt am Freitag erst der Mannschaft und anschließend der Öffentlichkeit.

Die letzte Hoffnung, für Rot-Weiß Erfurt kurzfristig noch einen Investor zu finden, ist zerschellt.

Rot-Weiß Erfurt vor endgültigem Aus

„Wenn sich bis einschließlich Sonntag keine Lösung abzeichnet, muss ich die Reißleine ziehen“, erklärte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur. Die Chancen darauf liegen jedoch dem Vernehmen nach im Promillebereich.

„Wir wollen den Spielern unbedingt die Möglichkeit erhalten, zu einem anderen Verein zu wechseln“, erklärt Reinhardt weiter. Am Sonntag wird der Spielbetrieb dann wohl eingestellt. Rot-Weiß Erfurt steht dann als erster Absteiger der Regionalliga Nordost fest.

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Nach dem Saisonende soll es einen Neustart in der Oberliga geben. Ob der gelingt, steht jedoch ebenfalls noch nicht fest. „Hierfür gibt es bereits Interessenten. Wir sind im Gespräch“, sagte Reinhardt.

Bereits am Donnerstag hatte der Insolvenzverwalter verkündet, dass die Spielergehälter nicht mehr gezahlt werden könnten. RWE versank immer mehr im Chaos, auch weil der Hauptinvestor die Zahlungen verweigerte und der kommissarische Präsident Frank Nowag versucht hatte, den Volker Reinhardt loszuwerden und selbst die Insolvenzverwaltung zu übernehmen.

RWE versinkt im Chaos

„Die Finanzlücke ist so groß und das Chaos dort auch. Die verklagen sich alle gegenseitig bei Rot-Weiß und man hat auch nicht das Gefühl, dass der Insolvenzverwalter noch richtig den Überblick hat. In ein Fass ohne Boden kann man kein Steuergeld werfen, das können wir nicht verantworten“, stellte CDU-Fraktionschef Michael Hose entsetzt fest, nachdem Erfurts Oberbürgermeister städtische Hilfe für den Überlebenskampf von Rot-Weiß Erfurt ausgeschlossen hatte.