RB Leipzig: An DIESEN Schrauben muss Julian Nagelsmann vor dem Topspiel drehen

Julian Nagelsmann steckt mit RB Leipzig in einer Mini-Krise.
Julian Nagelsmann steckt mit RB Leipzig in einer Mini-Krise.
Foto: imago images / ActionPictures

Leipzig. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison hat RB Leipzig drei Spiele in Folge nicht gewonnen. Und ausgerechnet jetzt gastiert die Auswahl von Julian Nagelsmann am Sonntag beim FC Bayern München.

An den deutschen Rekordmeister hatte RB Leipzig am vergangenen Wochenende die Tabellenführung verloren, weil auf das 0:2 bei Eintracht Frankfurt „nur“ ein 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach folgte und die Bayern parallel ihre Partien deutlich für sich entschieden.

Und auch im DFB-Pokal-Achtelfinale herrschten bei den Konkurrenten um die Bundesliga-Krone völlig verschiedene Gefühle: Während der FCB vor allem im ersten Durchgang gegen die TSG Hoffenheim zu überzeugen wusste und letztlich mit 4:3 gewann, setzte es für RB Leipzig eine weitere Niederlage (1:3).

RB Leipzig: Aus im DFB-Pokal

Damit ist der erste Titel für die „Roten Bullen“ weg. Und bekommt Nagelsmann die jüngsten Probleme seiner Mannschaft nicht schnell in den Griff, droht auch der Meisterschafts-Traum schneller zu platzen, als es allen Beteiligten lieb sein dürfte.

Um das zu verhindern, sind folgende Punkte ganz wichtig:

1. Die Abwehr stabilisieren

Das größte Leipziger Problem ist momentan die Verteidigung. In den vergangenen sechs Partien geriet RB stets in Rückstand – und verließ nur zweimal noch als Sieger den Platz. Lukas Klostermann unterlief gegen Gladbach ein fataler Fehlpass, gegen Frankfurt patzten Marcel Halstenberg und Dayot Upamecano. Aufgrund der Verletzungen von Kapitän Willi Orban und Ibrahima Konaté kann Nagelsmann seinen Verteidigern aber auch keine Pause verordnen. Ein Teufelskreis, dem man nur mit mentaler Stärke entfliehen kann.

2. Leistungsträgern den Rücken stärken

Wer hätte das gedacht? Zu Beginn der Rückrunde schien sogar Gerd Müllers Bundesliga-Tor-Rekord in Gefahr, inzwischen hat Timo Werner das Toreschießen aber verlernt. Im DFB-Pokal kam der Nationalstürmer erst nach einer Stunde – ohne Erfolg.

Und auch Marcel Sabitzer läuft seiner Form hinterher. Beide müssten nach dem Abgang von Diego Demme eigentlich mehr Verantwortung übernehmen, sind im Moment aber zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

3. Ersatzspieler aufrichten

Weil das Stammpersonal derzeit nicht funktioniert, tritt ein weiteres Problem zu Tage: RB Leipzig ist in der Breite nicht so gut aufgestellt wie beispielweise der FC Bayern. Weder Tyler Adams noch Amadou Haidara können bis dato die Lücke schließen, die Demme hinterlassen hat.

Dier größte Enttäuschung bisher ist wohl 18-Millionen-Mann Ademola Lookman, für den es bisher nur zu insgesamt sechs Einsätzen reichte. Hinzu kommt, dass Emil Forsberg und Hannes Wolf derzeit auch nicht auf der Höhe sind.

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Alles in allem eine verzwickte Situation für RB Leipzig, die mit einem Friseurbesuch (mehr dazu >>HIER<<) begann. Doch die Misere birgt auch eine Chance für den angeschlagenen Tabellenzweiten, denn es sind diese schwierigen Momente, die den Charakter einer Mannschaft zeigen.

Am Sonntag werden wohl die wenigsten auf einen Sieg der „Roten Bullen“ setzen. Oft genug sind aus einer solchen Ausgangslage im Fußball aber auch schon märchenhafte Geschichten entstanden. (sts)