Thüringen und Tatarstan beschließen engere Kooperation

Thüringens Ministerpräsident Ramelow und der Präsident der russischen autonomen Republik Tatarstan, Rustam Minnichanow unterzeichnen einen Fahrplan für die weitere Zusammenarbeit.
Thüringens Ministerpräsident Ramelow und der Präsident der russischen autonomen Republik Tatarstan, Rustam Minnichanow unterzeichnen einen Fahrplan für die weitere Zusammenarbeit.
Foto: Jan-Henrik Wiebe

Jena/Weimar. Die ersten Anweisungen sind bereits erteilt, sagt Rustam Minnichanow beim Treffen mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Der Präsident der russischen autonomen Republik Tatarstan war von Donnerstag bis Freitag, 2. bis 3. Juni, zu Gast in Weimar und Jena. Während es in Weimar hauptsächlich um Kultur ging, standen in Jena Treffen mit Vertretern des Universitätsklinikums, Forschungseinrichtungen und Unternehmensvertretern aus Jena an.

In der Pressekonferenz am Freitagmittag zogen Ramelow und Minnichanow eine positive Bilanz ihrer bisherigen Zusammenarbeit. Vor allem in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Petrochemie und Kunststoffindustrie, Medizintechnik und Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Landwirtschaft und Ernährung sowie bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung soll es in Zukunft laut dem Protokoll, das Thüringen24 vorliegt, eine engere Zusammenarbeit geben.

Tatarstans Präsident Minnichanow knipst sich durch Weimar

Während des Rundganges war der Gast aus Russland tief beeindruckt von der großen Geschichte von Weimar und wie die Anna Amalia Bibliothek ihre Bücher in einem Tiefenmagazin sichert. Geführt wurde er von Weimar-Experte Hellmut Seemann, dem Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar. Minnichanow zückte während seines Rundganges immer wieder sein Smartphone, um damit Spuren deutscher oder russischer Geschichte in Weimar festzuhalten. Noch während seines Besuches in Deutschland erteilte Präsident Minnichanow die Anweisung, eine solche Lagerungsstätte für Bücher auch in Kasan, der Hauptstadt von Tatarstan zu prüfen.

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