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An diesen Gymnasien lernten Thüringens beste Abiturienten

Abitur
Foto: Jens Wolf/dpa

Mit dem Ende des laufenden Schuljahres scheiden etwa 280 Lehrer aus Altersgründen aus dem Thüringer Schuldienst aus. 150 angestellte und 127 verbeamtete Lehrer erleben am Freitag letztmalig einen letzten Schultag, wie ein Sprecher des Thüringer Bildungsministeriums der Deutschen Presseagentur sagte. Die Sommerferien in Thüringen dauern bis zum 10. August.

Insgesamt gehen nach Angaben des Ministeriumssprechers in Thüringen etwa 17.300 Lehrer an staatlichen und 3400 Lehrer an freien Schulen in die Sommerferien – ebenso wie etwa 237 500 Schüler. Damit setzt sich der Trend zu steigenden Schülerzahlen im Freistaat fort. Im Schuljahr 2014/2015 hatte es laut Statistik noch rund 1600 Schüler weniger im Land gegeben: etwa 235.900. Im Schuljahr zuvor war die Zahl wiederum um 1500 niedriger.

Abschlussdurchschnitt hat sich in Thüringen leicht verschlechtert

Etwa 6700 junge Männer und Frauen hätten in diesem Schuljahr ihr Abitur abgelegt, sagte ein Sprecher von Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke). Die meisten von ihnen – etwa 5600 – an Gymnasien. „Die Noten des diesjährigen Abiturjahrgangs reichen von 1,0 bis 3,7.“

Der Notendurchschnitt bei den Abiturprüfungen verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr nur minimal um 0,02 und liege in diesem Jahr bei 2,18, sagte der Sprecher. Ein sehr gutes Abitur – mit einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser – hätten etwa 1200 Schüler erreicht. Das entspreche ungefähr dem Vorjahresniveau. Genau 194 Schüler beendeten ihre Schullaufbahn mit dem Abschlussdurchschnitt 1,0.

Jena, Erfurt und Weimar sind Spitzenreiter bei den besonders schlauen Schülern

Spitzenreiter bei den Einser-Absolventen war nach Ministeriumsangaben das Carl-Zeiss-Gymnasium Jena mit zwölf Schülern, gefolgt vom Staatlichen Gymnasium Albert Schweitzer in Erfurt mit elf und dem Humboldt-Gymnasium Weimar mit zehn Schülern.

Außer den Abiturienten gehen zum Ende des Schuljahres etwa 7000 Schüler von den Regelschulen des Freistaats ab. Die Details zu deren Prüfungsergebnissen lägen erst in den kommenden Wochen vor, sagte der Sprecher.

Zunahme an Schülern für Thüringen vorhergesagt

Nach den Erfahrungen des Thüringer Sorgentelefons für Kinder und Jugendliche rufen zwar am Tag der Zeugnisübergabe selbst nicht mehr Schüler an als sonst. Allerdings gebe es in der Woche davor bis zu dreimal so viele Anrufe wie gewöhnlich, sagte der Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen, Heiko Höttermann. Diese betreut das Sorgentelefon als Träger. Im Schnitt nutzten etwa 60 Kinder und Jugendliche monatlich das Angebot.

Für das kommende Schuljahr rechnen die Statistiker des Bildungsministeriums damit, dass die Schülerzahl nochmals um etwa 2300 ansteigt – auf 239.800. Die meisten von ihnen lernen an Grundschulen. Wie viele Schüler es tatsächlich geben wird, ist derzeit noch unklar. Dies werde sich erst genau sagen lassen, wenn das Schuljahr 2016/2017 begonnen habe.