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Auto auf Bahnübergang von Zug erfasst – Mutter und Sohn tot

Unfall zwischen Auto und Zug an Bahnübergang in Höngeda
Bei einem Zusammenstoß zwischen einer Regionalbahn und einem Auto nahe Mühlhausen sind die beiden Insassen des Wagens ums Leben gekommen. Foto: dpa

Mehrere Meter hat ein Regionalzug ein Auto mitgeschleift. Eine Frau und ein Kind werden getötet. Wie es zu dem Unfall an dem beschrankten Bahnübergang kam, wird nun geprüft.

Bei einem Zusammenstoß zwischen einer Regionalbahn und einem Auto nahe Mühlhausen sind die beiden Insassen des Wagens ums Leben gekommen. Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine 51-jährige Frau aus dem Unstrut-Hainich-Kreis und ihren fünfjährigen Sohn.

Wie es am Mittwochmorgen zu der Kollision am Bahnübergang zwischen Höngeda und Bollstedt kam, war laut Polizei zunächst unklar. Es werde geprüft, ob die Halbschranken geschlossen waren oder nicht. Neben der Funktionstüchtigkeit der Bahnanlage würden auch der Triebwagen und das Auto untersucht. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf mindestens 25.000 Euro.

Auto wird zerquetscht und mitgeschleift

Auf Bildern von der Unfallstelle war zu sehen, dass die Bahn das Auto regelrecht zerquetscht hat. Der Zug schleifte es mehrere Meter mit. In der Regionalbahn saßen laut Polizei 18 Fahrgäste. Sie blieben unverletzt und wurden mit einem Bus zum nächsten Bahnhof gebracht. Auch das Zugpersonal kam mit dem Schrecken davon.

Nach Angaben der Deutschen Bahn war die betroffene Strecke zwischen Seebach und Großengottern während der Bergungsarbeiten für den Zugverkehr gesperrt. Reisende mussten sich zwischen Leinefelde und Erfurt auf Behinderungen einstellen. Die Strecke wurde am Vormittag wieder freigegeben. Zu langen Staus im Berufsverkehr kam es auch auf der nahegelegenen Bundesstraße 247 gekommen. Dort waren nach dem Unfall die Schranken geschlossen geblieben.