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Rettung vor Insolvenz – Neuer Investor für XXL Megaprint in Heiligenstadt

Firmengebäude XXL Megaprint
Das Firmengebäude der XXL Megaprint GmbH in Heiligenstadt. Foto: XXL Megaprint

„Nach einem langen und schweren Kampf ist die Insolvenz der Heiligenstädter XXL Megaprint GmbH ab sofort Geschichte“, sagt Rolf Rombach, Fachanwalt für Insolvenzrecht aus Erfurt.

Dabei sah es zunächst düster aus, kurz vor Weihnachten 2015, als am 22. Dezember das Insolvenzverfahren für das Nordthüringer Unternehmen eröffnet wurde. Insolvenzverwalter Rombach konnte zunächst den Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortführen, was nicht nur für die Belegschaft von Vorteil war, sondern auch die Investorensuche erleichterte.

„Die wirtschaftliche Lage war äußerst angespannt“, erklärt Rombach. „Nur unter großen Anstrengungen war es möglich, weiterzumachen. Wenn nicht jeder Mitarbeiter so beherzt mitgezogen hätte, wäre das nicht zustande gekommen. Die erfolgreiche Übernahme verdankt sich zu einem Großteil der hochmotivierten Belegschaft, die ihre gesamte Arbeitskraft aufgeboten hat, damit wir ans Ziel kommen.“

Eine ganze Reihe von Gesprächen mussten stattfinden, einige davon scheiterten buchstäblich kurz vor Vertragsabschluss. Doch mit der Faber Fahnen GmbH kommt nun doch die Rettung. Der Eisenacher Betrieb gründete dafür extra eine neue Gesellschaft: die XXL Druck Heiligenstadt GmbH. Die wird die Geschäfte in Heiligenstadt ab Donnerstag weiterführen. Mit 28 Mitarbeitern wird ein Großteil der Belegschaft in die neue Firma übernommen.

Hans Smeman, Geschäftsführer der Faber Fahnen GmbH, freut sich über die Verstärkung in seiner Firma: „Wir übernehmen in Heiligenstadt hochmotivierte und erfahrene Mitarbeiter sowie einen modernen Maschinenpark“. Mit der Übernahme der XXL Megaprint GmbH erweitern wir unser Produktportfolio erheblich, flexibilisieren unsere Arbeitsabläufe und können neue Leistungen, wie beispielsweise Overnight-Lieferungen, anbieten.“

„Der lange gemeinsame Überlebenskampf hat sich mehr als gelohnt. Besonders erfreulich ist es, dass neben den Arbeitsplätzen auch die vorhandenen Firmenwerte erhalten werden konnten – denn das stärkt die Wirtschaftsregion um Heiligenstadt“, so Rombach.