Hauptangeklagter gesteht im Ballstädt-Prozess

Ein Teil der Angeklagten am Gemeindehaus in Ballstädt während eines Vorort-Termins im Prozess wegen des mutmaßlich rechtsextremen Überfalls auf eine Kirmesgesellschaft. (Archivfoto)
Ein Teil der Angeklagten am Gemeindehaus in Ballstädt während eines Vorort-Termins im Prozess wegen des mutmaßlich rechtsextremen Überfalls auf eine Kirmesgesellschaft. (Archivfoto)

Im Prozess um einen mutmaßlich rechtsextremen Überfall auf eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt (Kreis Gotha) hat einer der Hauptangeklagten vor dem Landgericht Erfurt eine Tatbeteiligung eingeräumt. Er habe die Mitglieder der Kirmesgesellschaft zur Rede stellen wollen, weil er unter ihnen denjenigen vermutet habe, der eine Scheibe an seinem Wohnhaus in Ballstädt eingeworfen habe, erklärte der Mann in der Verhandlung am Mittwoch über seinen Anwalt. Er habe dabei eine Maske, eine Kapuze und Motorradhandschuhe getragen. Damit habe er sich „Respekt verschaffen“ wollen.

Nachdem er die Feiernden zur Rede gestellt habe, sei es zu einem „wilden Gerangel“ gekommen, erklärte er weiter. Bei dem Überfall im Februar 2014 wurden mehrere Menschen verletzt. In dem seit Monaten andauernden Prozess stehen 14 Männer und eine Frau vor Gericht, die der rechten Szene zugeordnet werden.