Verletzte bei Thügida-Demo in Saalfeld - Haftbefehl erlassen

Sanitäter behandeln eine verletzte Person am Rande einer Thügida-Demonstration in Saalfeld.
Sanitäter behandeln eine verletzte Person am Rande einer Thügida-Demonstration in Saalfeld.
Foto: Martin Schutt/dpa
  • Teilnehmer an Thügida-Demonstration in Saalfeld verletzt
  • Haftbefehl gegen Mann erlassen
  • Verdächtiger soll zu Gegendemonstranten gehört haben

Nach einer Demonstration des fremdenfeindlichen Thügida-Bündnisses in Saalfeld ist Haftbefehl gegen einen Mann wegen Verdachts auf gefährliche Körperverletzung erlassen worden.

Körperverletzung und Verdacht auf Landfriedensbruch

Er soll einem Teilnehmer schwere Verletzungen zugefügt haben, indem er den am Boden Liegenden auch gegen den Kopf trat. Es bestehe auch der Verdacht des Landfriedensbruchs gegen den Mann, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage mit. Der Haftbefehl sei bei Einhaltung von Auflagen dann wieder außer Vollzug gesetzt worden.

Der Mann soll zu den Gegendemonstranten in Saalfeld gehört haben. Laut Polizei beteiligten sich an der Thügida-Aktion in Saalfeld etwa 85 Menschen. Bei Gegenveranstaltungen seien es insgesamt etwa 150 Menschen gewesen.

Interview: „Die Polizei muss interkulturell versiert sein“

Im Gespräch mit Thüringen24: Professor Thomas Ley und Benjamin Bloch.
Im Gespräch mit Thüringen24: Professor Thomas Ley und Benjamin Bloch.
Foto: Axel Heyder

Bei der Thüringer Polizei soll zukünftiges Führungspersonal für Antisemitismus und Rassismus sensibilisiert und geschult werden. Dies sieht ein Vertrag zwischen der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Meiningen und dem Projekt "Perspektivwechsel Plus" der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) vor.

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