Viel Mode und ein guter Zweck: Erster Mädchenflohmarkt in Ilmenau

Am Sonntag findet der erste Mädchenflohmarkt in Ilmenau statt.
Am Sonntag findet der erste Mädchenflohmarkt in Ilmenau statt.
Foto: Mädchenflohmarkt Ilmenau
  • Erster Mädchenflohmarkt in Ilmenau am Sonntag um 13 Uhr im Hotel Tanne
  • Frauen verkaufen Mode, Accessoires und Schmuck
  • Einnahmen der Veranstalter und Spenden fließen in ein soziales Projekt

Der Kleiderschrank voll, aber nichts zum Anziehen? Ein Problem, das wohl viele Frauen kennen. Da hilft nur Ausmisten! Doch zum Wegschmeißen sind ausgediente Schätze und kaum getragene Fehlkäufe dann doch zu schade – wohin also mit den Klamotten? Ein Weg, den ungeliebten Kleidungsstücken zu einem zweiten Leben zu verhelfen, sind Flohmärkte. Genauer gesagt Mädchenflohmärkte, die es schon in vielen größeren Städten gibt und am Sonntag zum ersten Mal auch in Ilmenau.

Ab 13 Uhr öffnen sich die Türen im Hotel Tanne. Kleidung, Accessoires und Schmuck wechseln dann ihre Besitzerinnen. Rund um die mehr als 40 Stände, für die sich interessierte Frauen im Vorfeld anmelden konnten, sollen eine Chill-Out-Area mit Kuchen und Getränken sowie Musik von DJ Johannes Ruf für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Eine Selfie-Fotowand und die Möglichkeit für ein Styling runden den Mädelstag ab.

Spenden für Hilfsprojekt werden gesammelt

Hinter der Idee, das Format Mädchenflohmarkt nach Ilmenau zu holen, stehen Juliane Müller, Daniel Laqua und Gunnar Maaß. Alle drei sind Mitglieder des Rotaract Clubs in Ilmenau, einer Partnerorganisation des Rotary Clubs, in dem sich junge Menschen für soziale Zwecke engagieren. So kommt es auch, dass am Sonntag nicht nur Mode ver- und gekauft wird, sondern über die Veranstaltung auch Spenden gesammelt werden.

Die sollen an das Projekt „Sanitation for Education“ fließen, das den Bau von sanitären Anlagen in Indien unterstützt. In ländlichen Regionen und Slums sind dort Toiletten alles andere als eine Selbstverständlichkeit und Mädchen verlassen wegen mangelnder Hygiene oft die Schule – was sich dann wiederum negativ auf ihre Bildung und Zukunftsperspektiven auswirkt.

Hier Überfluss, dort Mangel

So schafft der Mädchenflohmarkt Ilmenau gewissermaßen eine Verbindung zwischen zwei Welten. „Die Tatsache, dass wir Frauen hier oft im Überfluss leben, während vielen Mädchen dort selbst Bildung verwehrt bleibt, weil die hygienischen Bedingungen an Schulen für sie wirklich gesundheitsgefährdend sind, hat uns nicht losgelassen“, erklärt Juliane Müller. Dass sie mit dem Mädchenflohmarkt ein interessante Veranstaltung in ihre Heimatstadt bringt und damit gleichzeitig das Hilfsprojekt für Indien unterstützen kann, ist für die 30-Jährige, die selbst erfolgreich einen Mode-Blog betreibt, eine Herzensangelegenheit.

Fortsetzung noch offen

Ein zweites Datum für den Mädchenflohmarkt Ilmenau gibt es im Moment noch nicht. „Wir müssen erstmal schauen, wie die Veranstaltung läuft und wie das Feedback so ist. Zudem sind wir hier von vielen Sponsoren abhängig, um die Veranstaltung in so einem Rahmen durchzuführen“, so Müller. Für sie und ihre Mitstreiter ist es aber auf jeden Fall denkbar und ein Wunsch, mit der Veranstaltung in Serie zu gehen.