So wehren sich Obstbauern und Winzer gegen Frost

Winzer verbrennen am 20. April in den frühen Morgenstunden in einem Weinberg bei Meißen Stroh um mit dem Rauch die Weinreben gegen den Frost zu schützen. Aus Angst vor Spätfrösten entfachen die Winzer des Staatsweingut Schloss Wackerbarth vom 18. bis 21. April rund 200 kleine Feuer in insgesamt acht Lagen im Landkreis Meißen.
Winzer verbrennen am 20. April in den frühen Morgenstunden in einem Weinberg bei Meißen Stroh um mit dem Rauch die Weinreben gegen den Frost zu schützen. Aus Angst vor Spätfrösten entfachen die Winzer des Staatsweingut Schloss Wackerbarth vom 18. bis 21. April rund 200 kleine Feuer in insgesamt acht Lagen im Landkreis Meißen.
Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Feuer gegen Frost: Obstbauern und Winzer versuchen, die empfindlichen Knospen in ihren Plantagen und Weinbergen mit künstlicher Wärme gegen den Kälteeinbruch zu schützen.

Mit riesigen Wachskerzen wehrt sich ein Obstbautechniker bei Norsingen in Baden-Württemberg in der Nacht zu Donnerstag gegen drohende Frostschäden an seinen Bäumen. Durch die Wärme der mehr als 200 Kerzen wolle er bei minus einem Grad die Blüten der Pfirsich- und Birnbäumen schützen, sagte er. Bis zu drei Grad Wärme würden so in seiner Obstbaumanlage (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) erzeugt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sollten die Temperaturen im Rheintal sogar bis minus vier Grad heruntergehen.

Frostschutz-Tipp für Privatleute

Siegel hat die Technik in den letzten Jahren schon öfters angewandt. In anderen Obstanbaugebieten werden die Bäume mit Wasser beregnet. Es bildet sich ein dicker Eispanzer, auch dieser kann die Blüten schützen.

Manch ein Winzer setzt auch auf Hilfe aus der Luft. Hubschrauber sollen kalte und warme Luftmassen verwirbeln, sodass es bis zu vier Grad wärmer wird für die empfindlichen Knospen.

Auch Privatpersonen können durch die Kerzen-Technik oder den Wasserschutz ihre Blüten vor Frost schützen.

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