Bibbern im April: Kalte Nacht in Thüringen

Der ersten Blumen blühen bereits, doch vielerorts war die vergangene Nacht ziemlich kühl.
Der ersten Blumen blühen bereits, doch vielerorts war die vergangene Nacht ziemlich kühl.
Foto: Patrick Seeger / dpa
  • Wetter in Thüringen: Kalte Nächte
  • Leichter Temperaturanstieg zum Wochenende erwartet

Eine kalte Nacht hat von Mittwoch auf Donnerstag in zahlreichen Regionen Mitteldeutschlands für Bibbern gesorgt. In Thüringen wurden auf der Schmücke und in Sachsen auf dem Fichtelberg jeweils -6,8 Grad Celsius gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. In Sachsen-Anhalt waren der Brocken mit -8,1, Gardelegen mit -6,2 und Harzgerode mit -5,9 die kältesten Orte. Am Flughafen Leipzig/Halle wurde mit -2,4 Grad sogar ein neuer Kälterekord für eine Nacht zum 20. April aufgestellt, im Jahr 1972 lag der bisherige Tiefstwert bei -1,3.

Wind dreht - es wird etwas milder

Am Donnerstag werden sich die Temperaturen von Süden nach Norden von 4 bis 10 Grad einpendeln, so der DWD. In der Nacht zum Freitag kann es in Teilen von Sachsen und Thüringen sowie im Harz noch einmal Frost geben. In der Nacht dreht der Wind dann von nördlicher in westliche Richtung, sodass die Temperaturen leicht steigen. Am Freitag gibt es verbreitet Regen oder Sprühregen, der böige Wind sorgt dafür, dass die Temperaturen sich niedriger anfühlen. Aber: „Die Obstbauern dürften aus dem Gröbsten raus sein“, so der DWD-Meteorologe.

Wohl kein Frühling mehr im April

Mittelfristig erwartete er, dass sich der Frühling bis Ende des Monats nicht mehr durchsetzen wird. Nur mit ganz viel Glück könnten Tageshöchsttemperaturen von 15 Grad erreicht werden.

Die aktuellen Wetteraussichten für eure Region findet ihr unter dem Hashtag #Wetter. Dort einfach rechts oben die Stadt auswählen.

So wehren sich Obstbauern und Winzer gegen Frost

Winzer verbrennen am 20. April in den frühen Morgenstunden in einem Weinberg bei Meißen Stroh um mit dem Rauch die Weinreben gegen den Frost zu schützen. Aus Angst vor Spätfrösten entfachen die Winzer des Staatsweingut Schloss Wackerbarth vom 18. bis 21. April rund 200 kleine Feuer in insgesamt acht Lagen im Landkreis Meißen.
Winzer verbrennen am 20. April in den frühen Morgenstunden in einem Weinberg bei Meißen Stroh um mit dem Rauch die Weinreben gegen den Frost zu schützen. Aus Angst vor Spätfrösten entfachen die Winzer des Staatsweingut Schloss Wackerbarth vom 18. bis 21. April rund 200 kleine Feuer in insgesamt acht Lagen im Landkreis Meißen.
Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Feuer gegen Frost: Obstbauern und Winzer versuchen, die empfindlichen Knospen in ihren Plantagen und Weinbergen mit künstlicher Wärme gegen den Kälteeinbruch zu schützen.

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