Kirchentag auf dem Weg in Thüringen nähert sich dem Ziel

Die Lichtinstallation "luthERleuchtet" des Berliner Performance-Künstler Ingo Bracke war am Donnerstag im Augustinerkloster in Erfurt zu sehen
Die Lichtinstallation "luthERleuchtet" des Berliner Performance-Künstler Ingo Bracke war am Donnerstag im Augustinerkloster in Erfurt zu sehen
Foto: Martin Schutt/dpa

Mit ihren orangefarbenen Schals um den Hals sind die Teilnehmer des evangelischen Kirchentages nicht zu übersehen. Auch nicht in Erfurt, Jena und Weimar, wo die Thüringer Ableger des Kirchenfests eine Vielzahl von Veranstaltungen bieten.

Pilgertour auf Luthers Spuren, Glockenguss, Bibelgespräche und gemeinsames Kaffeetrinken auf dem Erfurter Domplatz: Abseits vom Hauptschauplatz des Evangelischen Kirchentags in Berlin feiert Thüringen kleine Kirchentage. Tausende Menschen kamen seit dem Himmelfahrtstag nach Erfurt, Weimar und Jena zu den regionalen Festen. Mit ihren orangefarbenen Kirchentagsschals waren sie auch im Stadtbild präsent.

Fotos: Austausch und Begegnung auf dem Domplatz in Erfurt

Zum Auftakt versammelten sich am Donnerstag in Erfurt nach Schätzungen der Veranstalter mehr als 2000 Menschen an langen Kaffeetafeln vor Dom und Severikirche. Bei strahlendem Sonnenschein herrschte eine familiäre Stimmung. „So haben wir uns das gewünscht“, sagte einer der Organisatoren.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst um 18.30 Uhr, sorgte der öffentliche Glockenguss für ein besonderes Highlight zum Auftakt des Fest-Wochenendes.

Fotos: Glockenguss für Salomonsborn auf dem Domplatz in Erfurt

Am Freitag lagen bei einem multikulturellen Picknick neben Brot und Äpfeln unter anderem arabische und vietnamesische Speisen auf den Tafeln des Erfurter Domplatzes.

Fotos: Erfurt tafelt: Internationales Festmahl auf dem Domplatz

Pilgern auf den Spuren Luthers

Am Lutherstein in Stotternheim bei Erfurt hatten sich am Freitagvormittag nach Angaben der Organisatoren 150 Pilger zu Fuß und mit dem Fahrrad auf den Weg zum Erfurter Augustinerkloster gemacht. Die Tour griff die Überlieferung auf, nach der der junge Luther 1505 bei Stotternheim von einem Gewitter in Angst und Schrecken versetzt wurde. Wenige Tage später trat er als Mönch in das Kloster ein, wo er bis 1511 lebte.

Viele der Teilnehmer der kleinen Kirchentage wollen am Sonntag zum Festgottesdienst nach Wittenberg weiterreisen. Zentrale Orte des Evangelischen Deutschen Kirchentages, mit denen an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren erinnert wird, sind Berlin und Wittenberg.