Solarworld: Mehr Mitarbeiter müssen gehen

Bei Solarworld stehen weitere Entlassungen bevor. (Archivfoto)
Bei Solarworld stehen weitere Entlassungen bevor. (Archivfoto)
Foto: Sebastian Kahnert / dpa
  • Solarworld kündigt weitere Entlassungen an
  • Produktionskosten für Solartechnik-Hersteller zu hoch

Der Personalabbau beim Solartechnik-Hersteller Solarworld geht weiter: Gut zwei Monate nach dem Insolvenzantrag kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg am Montag Entlassungen in noch nicht bekannter Höhe an. Nach dem Auslaufen des Insolvenzgeldes zum 1. August werden weitere Stellen gestrichen, teilte Piepenburg auf Belegschaftsversammlungen in den Werken im sächsischen Freiberg und anschließend in Arnstadt in Thüringen mit.

Arnstadt ist wichtiger Solarworld-Standort

Die Mitarbeiter in der Zentrale in Bonn wurden zeitgleich schriftlich informiert. Dort will sich der Anwalt an diesem Dienstag den Fragen stellen. Freiberg ist mit rund 1000 Beschäftigten der größte Standort gefolgt von Arnstadt mit knapp 650 und Bonn mit rund 200.

Solarworld kann nicht alle 1850 Mitarbeiter bezahlen

Wegen hoher Produktionskosten sei es nicht gelungen, ausreichend Geld für die Weiterbeschäftigung aller noch rund 1850 Mitarbeiter zu erwirtschaften. Offen ist noch, wie viele Männer und Frauen entlassen werden. Klarheit darüber solle bis spätestens Ende der kommenden Woche herrschen, kündigte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz, an. „Wir beschäftigen nur so viel Personal, wie wir bezahlen können“, sagte er.

Schon Hunderte Stellen bei Solarworld abgebaut

Die Solarworld AG hatte am 11. Mai Insolvenz beantragt. Seither wurden bereits 400 Stellen abgebaut. „Angesichts der Auftragslage sowie der globalen Herausforderungen der Solarindustrie müssen die insolventen Gesellschaften nach dem 31. Juli 2017 signifikant Personalkosten einsparen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freistellen“, teilte der Insolvenzverwalter schriftlich mit. Nach Aussagen von Schulz wurde die Nachricht in Freiberg gefasst aufgenommen.

Investoren zeigen Interesse

Unterdessen geht die Suche nach Investoren weiter. Man habe ernsthafte Interessenten, sagte Schulz. Diese würden aber noch bis zu vier Monaten brauchen, um sich ein umfassendes Bild über das Unternehmen zu verschaffen.

Solar-Produktion soll weiterlaufen

Die Produktion solle nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit reduzierter Belegschaft fortgeführt werden, um die insolventen Unternehmen für potenzielle Investoren attraktiv zu halten. Derzeit würden Lohnfertigungen für Fremdfirmen geprüft. Erst danach stehe fest, wie viele Stellen noch abgebaut werden. „Somit bewegen wir uns gerade im Spannungsfeld zwischen Rettungsaussichten sowie Perspektiven für Solarworld einerseits und den aktuellen Sach-, Struktur- und Personalkosten, die wir nicht voll umfänglich erfüllen können, andererseits“, erklärte Piepenburg.

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Bei einem schweren Unfall auf der A9 sind zwei Person schwer verletzt worden. Die Vollsperrung ist mittlerweile wieder aufgehoben. (Symbolfoto)
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