Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Asylbewerbern in Sondershausen

Nur mit Verstärkung konnte die Polizei die beiden aggressiven Gruppen auseinanderhalten.
Nur mit Verstärkung konnte die Polizei die beiden aggressiven Gruppen auseinanderhalten.
Foto: dpa
  • Deutsche und Asylbewerber gehen in Sondershausen aufeinander los
  • Polizei kann nur mit Verstärkung und dem Einsatz von Pfefferspray die aggressiven Gruppen voneinander trennen

Mit gezogenen Messern und Bierflaschen gingen Deutsche und Asylbewerber am Freitagabend in Sondershausen aufeinander los. Ob es dabei einen politischen Hintergrund gibt, ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt gegen die beiden aggressiven Gruppen wegen Landfriedensbruch.

Begonnen hatte der Streit zwischen zwei deutschen und drei ausländischen Tatverdächtigen im Bereich eines Supermarktes. Es blieb jedoch nicht bei Worten, es flogen auch die Fäuste. Wie die Polizei mitteilt, wurde jeweils eine Person der beiden Gruppen bei dem Aufeinandertreffen verletzt. Wer den Streit angefangen, ist unklar.

Flaschenwürfe und Beleidigungen in der Innenstadt von Sondershausen

Etwa 90 Minuten später trafen in der Innenstadt, vor der Galerie „Am Schlossberg“ und der Hauptstraße, erneut die beiden Gruppen aufeinander, teilt die Polizei mit. Bereits im Vorfeld erteilte die Polizei einer Gruppierung von zehn bis zwölf ausländischen Bürgern einen Platzverweis, um ein erneutes Aufeinandertreffen zu vermeiden. Die Asylbewerbergruppe erschien jedoch kurze Zeit später wieder im Bereich der Hauptstraße.

Nachdem eine Gruppe von etwa 15 bis 20 alkoholisierten deutschen Mitbürgern, die sich Höhe Schlossgalerie aufhielten, diese erblickten, kam es zu lautstarken verbalen Auseinandersetzungen. Beide Gruppierungen gingen aufeinander zu, vereinzelt kam es laut Polizei zu Flaschenwürfen aus der Gruppe der Deutschen.

Polizei kann Gruppen nur mit Gewalt trennen

Unter Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray gelang es den eingesetzten Polizeibeamten beide Gruppierungen auseinanderzuhalten. Bei einem deutschen sowie einem ausländischen Tatverdächtigen wurde jeweils ein Messer wahrgenommen, welches aber nicht bei den Handlungen zum Einsatz kam. Ein Messer konnte sichergestellt werden. Zum Verbleib des anderen Messers gibt es derzeit keinen Hinweis.

Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch

Im Rahmen dieser Auseinandersetzung wurden keine Personen verletzt. Die Polizeiinspektion Kyffhäuser gelang es nur mit Unterstützung der Einsatzkräfte aus dem Unstrut-Hainich-Kreis, Nordhausen und Beamten der Bereitschaftspolizei Thüringen die beiden Streitparteien räumlich zu trennen.

Nach der Auseinandersetzung entfernte sich die Gruppe der deutschen Tatverdächtigen zurück zur Galerie, die andere Gruppierung entfernte sich über die Nikolaus-von-Halem-Straße in unbekannte Richtung.

Bisher konnten neun Männer zwischen 15 und 26 Jahren aus der Gruppe der Asylbewerber sowie acht Personen zwischen 26 und 46 Jahren aus der deutschen Gruppierung, darunter sechs Männer und zwei Frauen, identifiziert werden. Die Ermittlungen gegen beide Gruppen laufen nun unter anderem wegen Landfriedensbruch.

Schwerer Unfall auf der A4 zwischen Nohra und Vieselbach

Das Auto hatte sich auf der A4 zwischen Nohra und Vieselbach überschlagen und landete anschließend im Graben. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Foto: Fabian Peikow
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