Warum ihr an diesem Wochenende in den Wald gehen solltet

Wenn es die nächsten Tage warm bleibt, werden am Wochenende eine ganze Menge Pilze zu finden sein.
Wenn es die nächsten Tage warm bleibt, werden am Wochenende eine ganze Menge Pilze zu finden sein.
Foto: dpa
  • Feuchte Witterung und warme Tage versprechen gutes Pilzwachstum
  • Pilze sammeln im Wald für jedermann erlaubt
  • Grundregeln beim Pilze suchen beachten

Die meisten werden sich gut erinnern: In den letzten Wochen hat es viel geregnet in Thüringen, nicht gerade ein Sommer nach jedermanns Geschmack. Doch für eine Sache war der Regen wenigstens gut: Pilze.

Denn Waldpilze lieben es feucht und der viele Niederschlag hat für eine perfekte Bodenfeuchtigkeit in den Wäldern des Freistaates gesorgt. Wenn nun noch Wärme von etwa 25 Grad dazukommt, kann es losgehen mit der Pilzsaison.

Gutes Wetter für viele Pilze

Und allem Anschein nach werden die nächsten Tage wohl für explodierende Pilzbestände sorgen, wie ThüringenForst gegenüber Thüringen24 bestätigt. Tatsächlich findet man derzeit schon sehr viele Pilze, so Pressesprecher Horst Sproßmann. "Ob es aber ein überdurchschnittliches Pilzjahr ist, werden wir erst Ende September wissen." Denn erst im September beginne die richtige Pilzsaison, in der auch besonders große Exemplare gefunden werden können.

Jedermann darf Pilze sammeln

Doch wenn es die nächsten Tage warm bleibt, stehen die Chancen auf einen ordentlichen Fund von Steinpilze, Maronen und Co. schon jetzt gut. Das Waldgesetz räumt dabei jedem das Recht zum Pilze sammeln ein, allerdings nur in geringen Mengen zum eigenen Verbrauch. Was genau eine geringe Menge ist, bleibt jedoch offen. Als Faustregel gilt: Erlaubt ist, was pro Person für ein bis zwei Mahlzeiten reicht.

Pilze nicht ausreißen

Wer in den nächsten Tagen zum Pilze sammeln loszieht, sollte den Wald dabei pfleglich behandeln, mahnen die Förster. Pilze sollten demnach nicht ausgerissen, sondern abgeschnitten werden. Giftpilze sollten nicht zertreten, sondern stehen gelassen werden - schließlich können sie für manche Waldtiere essbar sein. Das Auto sollte außerdem am Waldesrand stehen bleiben, sonst drohen Bußgelder, so die Landesförster.

Pilzberater stehen zur Seite

Beim Sammeln sollten auf jeden Fall nur Pilze mitgenommen werden, die man sicher erkennen und bestimmen kann. Wer sich bei bestimmten Exemplaren nicht sicher ist, sollte lieber vorher einen Pilzberater aufsuchen. Eine Übersicht findet man beispielsweise hier: Pilzberaterkarte Thüringen.

Im schlimmsten Fall den Giftnotruf wählen

Waldpilze sollte man außerdem wegen des Fuchsbandwurms nicht roh essen, sondern immer gut erhitzen. Auch zum maßvollen Genuss raten die Waldexperten, denn Pilze seien schwer verdaulich und könnten in größeren Mengen Unwohlsein erzeugen, weshalb nicht mehr als 200 Gramm pro Tag gegessen werden sollten. Wem nach dem Verzehr des eigenen Fundes schlecht ist, sollte im Notfall den Giftnotruf unter (0361) 730 730 wählen.