Thüringer "Ärztin" wegen Menschenraubs und Geiselnahme vor Gericht

Der Prozess gegen die Angeklagte soll Anfang September vor dem Landgericht Gera beginnen. Bislang sind 15 Prozesstage angesetzt, und 34 Zeugen sollen geladen werden.
Der Prozess gegen die Angeklagte soll Anfang September vor dem Landgericht Gera beginnen. Bislang sind 15 Prozesstage angesetzt, und 34 Zeugen sollen geladen werden.
Foto: Marc Tirl/dpa / dpa
  • 59-Jährige soll Personen gegen ihren Willen eingesperrt, beraubt und geschlagen haben
  • Angehörige der Opfer hätten die "Ärztin" bei kriminellen Handlungen unterstützt

Eine Thüringer Ärztin soll sich einem Medienbericht zufolge unter anderem wegen des Verdachts auf erpresserischen Menschenraub und Geiselnahme vor dem Landgericht Gera verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 59-Jährigen zudem gefährliche Körperverletzung, Nötigung, üble Nachrede, gemeinschaftlichen Diebstahl und Freiheitsberaubung vor, wie der MDR Thüringen am Mittwoch berichtete. Die Frau - eine promovierte Psychiaterin - sitzt demnach seit Dezember in Untersuchungshaft.

"Ärztin" wird von Angehörigen unterstützt

Die Angeklagte soll in Thüringen Heiltherapien angeboten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr laut MDR vor, Familienangehörige einer Klientin wegen mutmaßlicher sexueller Misshandlungen eingesperrt, beraubt und geschlagen zu haben. Dabei soll sie von ihrer Lebenspartnerin und anderen Personen unterstützt worden sein. Auch gegen diese wird dem Medienbericht zufolge ermittelt.

Der Prozess soll Anfang September vor dem Landgericht Gera beginnen. Bislang sind 15 Prozesstage angesetzt, und 34 Zeugen sollen geladen werden.