Wieder ein Wolf? 17 tote Schafe im Thüringer Wald gefunden

Bei Ohrdruf im Thüringer Wald sind erneut Schafe gerissen worden. Es sei nicht auszuschließen, dass ein Wolf die Tiere erlegte. (Symbolbild)
Bei Ohrdruf im Thüringer Wald sind erneut Schafe gerissen worden. Es sei nicht auszuschließen, dass ein Wolf die Tiere erlegte. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • 17 Schafe bei Ohrdruf im Thüringer Wald gerissen
  • Wolfsangriff kann nicht ausgeschlossen werden
  • Schäfer war bereits von Wolfsriss betroffen

Das muss ein schlimmer Anblick gewesen sein: In Wölfis nahe dem Truppenübungsplatz Ohrdruf im Thüringer Wald sind am Donnerstagabend neun tote und drei verletzte Schafe gefunden worden. Am Freitagvormittag wurden acht weitere gerissene Schafe gemeldet. Nach Angaben des Umweltministeriums vom Freitag stammt der Schafhalter aus Gossel und war bereits im Juli von einer Wolfsattacke auf seine Herde im Jonastal betroffen.

Wolfsriss kann nicht ausgeschlossen werden

Hinzugerufene Gutachter der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) kamen zu dem Schluss, dass es sich durchaus um einen erneuten Riss durch einen Wolf handeln könne, legten sich aber nicht fest. Von den Bisswunden der Schafe wurden Genproben entnommen, die nun im Senckenberg-Institut untersucht werden.

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Genanalyse soll Klarheit bringen

Durch die Genanalyse soll zweifelsfrei festgestellt werden, ob es sich um einen Wolfsangriff handelt. In diesem Fall wird der Schäfer für den Verlust der Tiere finanziell durch das Land entschädigt. Die Wolfsexperten stellten außerdem zwei Fotofallen auf, um die Wolfsvorkommen vor Ort besser untersuchen zu können.

Wolf riss schon öfter Tiere in Thüringen

Bereits im Juli hatte ein Wolf im Jonastal im Ilmkreis elf Schafe gerissen. Es ist jedoch unklar, ob der Angriff der auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf lebenden Wölfin zuzurechnen ist, oder ob es sich um einen neuen Wolf handelt. Doch auch davor gab es in Thüringen Übergriffe: 2015 wurden schon einmal zwei Schafe bei Gossel getötet. Im selben Jahr erbeutete ein Wolf ein Rinderkalb unweit von Schwabhausen (Kreis Gotha).

Schäfer erhalten Geld vom Land

Nach Angaben des MDR haben Thüringens Schäfer im vergangenen Jahr rund 21.000 Euro vom Land für den Schutz ihrer Herden vor Wolfsangriffen erhalten - etwa zum Bau von Elektrozäunen. Für gerissene Tiere seien einige hundert Euro ausgezahlt worden. Damit wurden die Gelder aus dem Landesprogramm etwa zur Hälfte ausgeschöpft, wie es hieß. Die Gelder sind auch Teil des Managementplans Wolf des Freistaates. 2015 hatte das Land rund um den Truppenübungsplatz Ohrdruf das erste Wolfsgebiet Thüringens ausgewiesen.

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