Ramelow ernennt Staatssekretär: Höhn soll Gebietsreform voranbringen

Thüringen hat einen neuen Staatssekretär im Innenministerium: Uwe Höhn soll nun die Gebietsreform voranbringen.
Thüringen hat einen neuen Staatssekretär im Innenministerium: Uwe Höhn soll nun die Gebietsreform voranbringen.
Foto: Jacob Schröter/TSK
  • Ministerpräsident Ramelow ernennt Uwe Höhn zum Staatssekretär
  • Ehemaliger Vize-Landtagspräsident soll Gebietsreform voranbringen

Nach dem großen Stühlerücken im Innenministerium ist SPD-Politiker Uwe Höhn ab sofort auch offiziell für die Gebietsreform zuständig. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ernannte den 59 Jahre alten Kommunalexperten am Dienstag zum Staatssekretär für die Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Vom Elektromechaniker zum Minister

Höhn wurde 1958 in Schwarzbach in Thüringen geboren. Nach einer Ausbildung zum Elektromechaniker schloss er ein Ingenieursstudium für Feinwerktechnik ab. Von 1992 bis 1996 war Höhn Bürgermeister von Schwarzbach. Seit 1999 ist der SPD-Politiker Mitglied des Thüringer Landtags und hat von 2013 bis 2014 bereits ein Jahr als Minister für Wirtschaft, Technik und Arbeit gedient. Seit 2014 war er der Vizepräsident des Landtags.

Neuer Staatssekretär für neuen Minister

Dass Höhn den neu geschaffenen Posten übernehmen sollte, war erst am Freitag bekannt geworden. Zwei Tage zuvor hatte der bisherige Innenminister, Holger Poppenhäger, seinen Posten räumen müssen und war durch Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier (beide SPD) ersetzt worden.

Gebietsreform soll schneller gehen

Poppenhäger stand zuletzt heftig in der Kritik, weil sich die Gebietsreform deutlich verzögert. Den neuen Staatssekretär-Posten hatte die Linke im Koalitionsausschuss durchgesetzt. Die SPD, die dafür das Vorschlagsrecht hatte, war mit ihrem ersten Kandidaten gescheitert. Der vorgeschlagene Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Harald Zanker (SPD), sagte nach seiner Nominierung kurzfristig ab.