Landesgartenschau geht zu Ende - Apolda zieht Bilanz

Landesgartenschau in Apolda: Blick auf einige Schaugärten aus der Luft. Die Gartenschau in der Glockenstadt geht am Sonntag zu Ende.
Landesgartenschau in Apolda: Blick auf einige Schaugärten aus der Luft. Die Gartenschau in der Glockenstadt geht am Sonntag zu Ende.
Foto: Martin Schutt / dpa

Nach 149 Tagen ist Schluss für die Landesgartenschau in Apolda. Viele Besucher nutzten den Ausklang am Wochenende nochmals für einen Bummel durch Schaugärten und Blumenhalle.

Die Landesgartenschau in Apolda hat zu ihrem Finale nochmals einen Besucherandrang erlebt. Tausende Menschen bummelten nach Veranstalterangaben am Wochenende durch den schon herbstlich eingefärbten Landschaftspark Herressener Promenade, das Hauptausstellungsgelände mit Blumenbeeten, Seeterrassen und Schaugärten. In der Blumenhalle luden Thüringer Gartenbaubetriebe mit einer Dekoration aus leuchtenden Dahlienblüten und herbstlichen Früchten ein letztes Mal zum Bummeln und Schauen ein. Die 4. Thüringer Landesgartenschau soll am Abend nach 149 Tagen mit einem großen Feuerwerk zu Ende gehen.

Bildergalerie: Rundgang über die Landesgartenschau in Apolda

Das erhoffte Ziel von 350.000 Besuchern hatten die Veranstalter bereits in der vergangenen Woche erreicht. Allein am Samstag strömten noch einmal rund 4000 Menschen bei schönstem Herbstwetter auf das Ausstellungsgelände. Zu einem ökumenischen Open-Air-Gottesdienst kamen am Sonntag etwa 150 Menschen. Insgesamt hatten die Kirchen an den Ausstellungstagen 12.500 Besucher bei den Veranstaltungen in „Gottes Gartenhaus“, einer kleinen Glaskirche, gezählt. Den Pavillon des Landes auf dem Ausstellungsgelände besuchten der Landesregierung zufolge 45.000 Menschen, in das „Grüne Klassenzimmer“ kamen 4600 Schüler und Lehrer.

Bürgermeister von Apolda zufrieden mit Gartenschau

Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (Freie Wähler) zeigte sich mit der Resonanz auf die Gartenschau hochzufrieden. Das gelte sowohl für die finanzielle Seite als auch das Image der Stadt. „Apolda hat seine Außenwirkung verbessert“, sagte Eisenbrand der Deutschen Presse-Agentur. Dazu hätten nicht nur die millionenschweren öffentlichen Investitionen vor Beginn des Großereignisses geführt, sondern auch private Investitionen etwa in die Sanierung von Wohnhäusern und die Eröffnung neuer Cafés.

Bildergalerie: "Gestört aber Geil" auf der Landesgartenschau in Apolda

Nach Angaben des Thüringer Infrastrukturministerium waren etwa 22 Millionen Euro in Begleitmaßnahmen der Landesgartenschau geflossen, darunter mit Finanzierung des Landes der neue innerstädtische Paulinenpark auf einer früheren Gewerbebrache, die Neugestaltung des Apoldaer Bahnhofs, der Neubau einer Sporthalle und die Verschönerung von Straßen und Plätzen. Eisenbrand sagt: „Wir haben unsere Stadt aufgewertet.“

Bewerber für Landesgartenschau 2024

Mit dem Landesgartenschau-Gelände hat sich Apolda als Außenstandort für die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt beworben. Die nächste Thüringer Landesgartenschau soll 2024 ausgetragen werden. Um die Ausrichtung beworben haben sich Leinefelde-Worbis, Mühlhausen, Altenburg und das Städtedreieck Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg, der Zuschlag der Landesregierung steht noch aus.

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