Investor gesucht - So soll die Traditions-Wurst gerettet werden

Vor einigen Monaten ist der Hersteller der traditionellen Eichsfelder Wurst ins Trudeln geraten, jetzt soll gehandelt werden.
Vor einigen Monaten ist der Hersteller der traditionellen Eichsfelder Wurst ins Trudeln geraten, jetzt soll gehandelt werden.
Foto: Imago/Westend61
  • Insolvenzplanverfahren soll Zukunft von Dün-Fleisch sichern
  • Geschäftsbetrieb geht weiter
  • Wursthersteller sucht Investor

Die Dün-Fleisch GmbH als Hersteller traditioneller Eichsfelder Wurst soll saniert werden. Das teilte am Freitag der vorläufige Insolvenzverwalter Kai Dellit von der Berliner Kanzlei hww mit. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Dünwald im Unstrut-Hainich-Kreis. Es war wirtschaftlich ins Trudeln geraten, nachdem die mit ihm gesellschaftsrechtlich verbundene Eichsfelder Zentralschlachthof GmbH vor einigen Monaten einen Insolvenzantrag gestellt habe, erklärte Dellit. Beschäftigt würden derzeit 80 Mitarbeiter.

Vergleich wird angestrebt

Ziel sei die Sanierung des Wurstherstellers über ein Insolvenzplanverfahren, bei dem eine Art Vergleich mit den Gläubigern angestrebt werde. Der Geschäftsbetrieb gehe derweil uneingeschränkt weiter.

Investor gesucht

Der vorläufige Insolvenzverwalter äußerte sich zuversichtlich, dass ein wirtschaftlicher Neuanfang gelingen könnte. „Bislang signalisieren alle Beteiligten ihre Unterstützung.“ Gesucht werde nach einem Investor, der in das Unternehmen einsteigt.

Löhne für drei Monate gesichert

Der Verkauf der Fleisch- und Wurstwaren, für die auch Fleisch von Duroc-Schweinen eingesetzt werde, erfolge in zehn zur Firma gehörenden Fleischerfachgeschäften. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien für drei Monate über das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur gesichert.