Jäger haben rechtliche Bedenken bei Abschuss von Wolfs-Hybriden

Die Wölfin und ihre sechs Jungtiere auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf. Foto: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Die Wölfin und ihre sechs Jungtiere auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf. Foto: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
  • Kreisjägerschaft hat Zweifel an Wolfsjagd
  • Hybriden können nicht einfach auf dem Truppenübungsplatz geschossen werden

Die Jagd auf die Wolfs-Hybriden auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf ist offenbar schwieriger als gedacht. Laut dem MDR Thüringen sieht die Kreisjägerschaft Gotha rechtliche Probleme. Der Vorsitzende Niko Scheringer sagte dem Sender, dass die Mischlinge nicht unter das Jagdrecht fallen. Ähnlich wie die Wölfe seien sie streng geschützt.

Es gibt jedoch noch ein weiteres Problem. Nur der Bund kann bestimmen, wer auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr, auf dem sich die Hybriden tummeln, jagen darf. Das Land Thüringen kann also nicht einfach Jäger schicken, um den Nachwuchs aus Wolf und Hund zu töten.

Bildergalerie: Wölfin und Hybrid-Welpen tappen bei Ohrdruf in Fotofalle

Thüringer CDU will über Wölfe diskutieren

Die Kreisjägerschaft geht laut dem MDR davon aus, dass die Hybrid-Welpen das Rudel Ende des Jahres verlassen werden. Möglicherweise seien sie dann am Rennsteig unterwegs. Die Thüringer CDU-Landtagsfraktion will am Dienstagabend über die Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf diskutieren. Aus ihren Reihen kam zuvor der Ruf nach einem Abschuss der Wölfin. Diese hat bereits zahlreiche Schafe und Ziegen rund um den Übungsplatz gerissen.