Mann missbraucht Sechsjährige und filmt es - Urteil gesprochen

Weil er seine damals sechsjährige Stieftochter missbraucht hat, muss ein 38-Jähriger für sechs Jahre ins Gefängnis. Dieses Urteil fällte das Landgericht Meiningen am Donnerstag. (Symbolfoto)
Weil er seine damals sechsjährige Stieftochter missbraucht hat, muss ein 38-Jähriger für sechs Jahre ins Gefängnis. Dieses Urteil fällte das Landgericht Meiningen am Donnerstag. (Symbolfoto)
Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel

Der Suhler gab die Vorwürfe zu. So fanden die Meininger Richter schnell ein Urteil für den Mann, der seine damals sechs Jahre alte Stieftochter missbrauchte und die Taten auf Videos festhielt.

Weil er seine Stieftochter missbraucht hat, ist ein 38-Jähriger aus Suhl zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann sei zuvor am Donnerstag im Prozess vor dem Landgericht Meiningen geständig gewesen, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Stieftochter missbraucht

Demnach gab der Angeklagte zu, seine Stieftochter mehrfach sexuell missbraucht und von den Taten Videos angefertigt zu haben. Im Urteil der Richter wurde er deshalb in insgesamt 27 Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern - darunter in zwölf Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern - für schuldig befunden.

Kinderpornografie gefunden

Soweit die Anklage den Besitz kinderpornografischen Materials betraf, wurde das Verfahren allerdings eingestellt, wie der Gerichtssprecher mitteilte. Der Punkt hätte auch keinen Einfluss auf die zu erwartende Gesamtstrafe genommen.

Mann filmte Missbrauch

In der Wohnung des Mannes waren 2013 verschiedene Speichermedien beschlagnahmt worden. Darauf wurde kinderpornografisches Material gefunden. Auf 27 der belastenden Videos ist die zum Tatzeitpunkt etwa sechs Jahre alte Stieftochter des Angeklagten. Diese Aufnahmen entstanden nach Auffassung des Gerichts in den Jahren 2011 und 2012.

Urteil ist rechtskräftig

Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Der 38-Jährige befand sich sechs Monate in Untersuchungshaft. Dieser Zeitraum wird nun auf die bevorstehende Haftzeit angerechnet.