Neue Statistik: Zahl der Langzeitarbeitslosen weiterhin Problem in Thüringen

Die Arbeitslosenquote lag in Thüringen bei 5,6 Prozent (plus 0,1) und ist damit im Jahresvergleich um 0,7 Punkte zurückgegangen. (Symbolfoto)
Die Arbeitslosenquote lag in Thüringen bei 5,6 Prozent (plus 0,1) und ist damit im Jahresvergleich um 0,7 Punkte zurückgegangen. (Symbolfoto)
Foto: Jens Wolf/dpa

Die Zahl der Erwerbslosen in Thüringen ist leicht gestiegen. Dennoch sieht die Landesarbeitsagentur optimistisch auf 2018. Dabei gibt es noch einiges zu tun.

Die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen ist im Dezember saisonbedingt leicht auf rund 63.800 gestiegen. Das waren 1569 Erwerbslose mehr als im Vormonat, wie die Landesarbeitsagentur am Mittwoch mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,6 Prozent (plus 0,1) und ist damit im Jahresvergleich um 0,7 Punkte zurückgegangen. Der Geschäftsführer der Landesarbeitsagentur, Markus Behrens, begründete diese Entwicklung unter anderem mit einer stabilen Konjunktur und der demografischen Entwicklung in Thüringen. Im Bund lag die Erwerbslosenquote im Dezember stabil bei 5,3 Prozent.

Thüringen entwickelt sich günstiger als Rest-Deutschland

Unter den Ost-Bundesländern steht Thüringen den Angaben zufolge weiter an der Spitze. Im Vergleich mit den West-Ländern liegt der Freistaat etwa vor Nordrhein-Westfalen und knapp hinter Niedersachsen. Insgesamt verlief das vergangene Jahr für den Thüringer Arbeitsmarkt äußerst positiv. Die Zahl der Arbeitslosen war so gering wie seit der Wende nicht und lag im Jahresschnitt bei 68.600 Menschen - eine Quote von 6,1 Prozent und durchschnittlich 8600 Erwerbslose weniger als 2016.

Problem Langzeitarbeitslosigkeit nicht gelöst

Hoch bleibt jedoch die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Im Dezember waren 22.000 Menschen mehr als ein Jahr ohne Job. Damit ist die absolute Zahl zwar gesunken, ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit ist mit fast 35 Prozent dennoch nach wie vor groß.

Begründeter Optimismus für 2018?

Behrens sieht jedoch auch für 2018 einen positiven Trend hervor. „Im kommenden Jahr wird sich der Abbau der Arbeitslosigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen.“ Auch Arbeitsministerin Heike Werner (Linke) ist optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass wir bei der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote 2018 unter 6 Prozent liegen werden.“

Hausaufgaben müssen endlich gelöst werden

Allerdings nannten beide - Behrens und Werner - auch Herausforderungen für das kommende Jahr: Die Langzeitarbeitslosigkeit müsse bekämpft und Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integriert werden. „Das trägt im Zuge des demografisch bedingten Rückgangs der Bevölkerung zur Fachkräftesicherung bei“, sagte Werner.

Auto von A73 geschleudert - 24-Jährige in Wagen eingeklemmt

Eine 24-Jährige musste nach einem Unfall auf der A73 aus ihrem Wagen herausgeschnitten werden. (Symbolbild)
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Foto: Imago/Becker&Bredel
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