Die Uhr tickt für Ohrdrufer Wolfskinder - Bald droht der Abschuss

Noch kann sich der Nachwuchs der Wölfin aus Ohrdruf nicht fortpflanzen, doch sind sie erstmal geschlechtsreif droht ihnen der Abschuss. (Symbolbild)
Noch kann sich der Nachwuchs der Wölfin aus Ohrdruf nicht fortpflanzen, doch sind sie erstmal geschlechtsreif droht ihnen der Abschuss. (Symbolbild)
Foto: Imago/Blickwinkel
  • Wolfshybriden aus Ohrdruf müssen bis Ende Februar gefangen werden
  • Bei Geschlechtsreife des Nachwuchs droht der Abschuss
  • Wolfsjungen müssen nach Artenschutz raus aus der freien Wildbahn

Thüringen bleiben nur noch wenige Wochen Zeit, um die Wolfs-Hunde-Mischlinge auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf einzufangen. Das Zeitfenster dafür schließe sich bis Ende Februar, weil die Hybriden nach Angaben von Experten dann geschlechtsreif seien und sich eigene Reviere suchten, teilte das Umweltministerium am Freitag in Erfurt mit. Es werde weiter versucht, die Tiere mit Kastenfallen auf dem weitläufigen Areal im Kreis Gotha einzufangen.

Nach Februar sei Abschuss unvermeidbar

Die Wolfsmischlinge sollen möglichst in den Bären- und Wolfspark Worbis umgesiedelt werden. Sollte das in der verbleibenden Zeit nicht gelingen, sei ein Abschuss unvermeidbar, so das Ministerium. Auch dafür liefen bereits die Vorbereitungen. Die Genehmigungen lägen vor. Nach den geltenden Regeln müssen die Hybrid-Nachkommen der Ohrdrufer Wölfin aus Gründen der Artenschutzes aus der Natur verschwinden. Die seit 2014 auf dem Truppenübungsplatz lebende Wölfin soll dort bleiben.

Infoveranstaltung in Ohrdruf geplant

Laut Umweltministerium soll es Ende Januar in Ohrdruf und Siegelbach für die Bevölkerung Informationsveranstaltungen geben. Es gehe um Verhaltensweisen von Wölfen und Hinweise für Hundebesitzer, die im Umfeld des gesperrten Militärgeländes wohnen. Außerdem sei ein weiteres Treffen mit Schäfern geplant.