Von aufgemotzten Scheinwerfer geblendet: Frontal-Crash und zwei Schwerverletzte

Wegen nachgerüsteter Beleuchtung kam der Gegenverkehr von der Straße ab und krachte frontal gegen das Auto und in einen Baum. (Symbolbild)
Wegen nachgerüsteter Beleuchtung kam der Gegenverkehr von der Straße ab und krachte frontal gegen das Auto und in einen Baum. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Frontal-Crash bei Hirschberg
  • LED-Beleuchtung möglicherweise Schuld
  • Fahrerin und Beifahrer schwer verletzt
  • Zivilrechtliche Folgen für Fahrzeughalter

Eine nicht zugelassene LED-Beleuchtung an einem der Autos ist möglicherweise die Ursache für einen schweren Verkehrsunfall auf der Straße bei Hirschberg (Saale-Orla-Kreis). Nach einem technischen Gutachten besteht der Verdacht, dass die LED-Birnen des einen Unfallwagens mit der Straßenverkehrsordnung „nicht konform“ gewesen seien, teilte die LPI Saalfeld am Dienstag mit.

Auto kracht in Gegenverkehr und gegen Baum

Die beiden Fahrzeuge waren am Abend des 4. Januar frontal zusammengestoßen. Das eine Auto war noch gegen einen Baum geprallt. Dessen 63-jährige Fahrerin und ihr Beifahrer wurden dabei schwer verletzt. Die Frau hatte angegeben, dass sie von dem Licht des anderen Wagens geblendet wurde, und sie deshalb auf die andere Fahrbahnseite geraten sei.

Betriebserlaubnis erlischt bei illegaler Nachrüstung

Laut Polizei kann die starke Leuchtkraft der nichtgenehmigten Nachrüstung zur Folge haben, dass andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Zudem sei die Ausleuchtung auf der Straße unberechenbar. Es wird darauf hingewiesen, dass mit solchen nichtzugelassenen LED-Birnen zudem die Betriebserlaubnis für das betroffene Fahrzeug erlischt. Das könne bei Schaden zivilrechtliche Folgen für die Unfallversicherung des Betreffenden haben.