Polizei muss viermal in einer Nacht zur Erstaufnahme

Mehrere Männer aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl haben in der Nacht zum Dienstag Polizei, Feuerwehr und Rettungkräfte beschäftigt. (Symbolfoto)
Mehrere Männer aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl haben in der Nacht zum Dienstag Polizei, Feuerwehr und Rettungkräfte beschäftigt. (Symbolfoto)
Foto: Sebastian Kahnert/dpa
  • Turbulente Nacht für Einsatzkräfte in Suhl
  • Mehrmals Notrufmissbrauch in Erstaufnahmeeinrichtung
  • Weitere Einsätze wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen die Hausordnung

Mehrere Männer aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl haben in der Nacht zum Dienstag Polizei, Feuerwehr und Rettungkräfte beschäftigt. Zwei der Bewohner mussten die Nacht in Gewahrsam verbringen, wie die Polizei mitteilte.

Notrufmissbrauch in Erstaufnahme Suhl

Zum ersten Einsatz auf dem Suhler Friedberg eilten die Kameraden der Feuerwehr am Montagabend gegen 20 Uhr. Ein 37-Jähriger aus der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende beging Notrufmissbrauch, indem er grundlos die Scheibe eines Brandmelders einschlug. Der Täter kassierte hierfür eine Anzeige.

22-Jähriger wütet in Einrichtung

Gegen 21 Uhr dann der nächste Einsatz: Ein 22-jähriger Landsmann des 37-Jährigen trat gegen eine Brandschutztür und beschädigt sie dabei. Da sich der 22-Jährige nicht beruhigen ließ und eine Gefährdung von Mitbewohnern nicht auszuschließen war, kam der junge Mann in Gewahrsam und verbrachte die Nacht in einer Zelle, hieß es bei der Polizei.

Trotz Verbot - Männer wollen Schnaps nicht abgeben

Keine Stunde später folgte der dritte Einsatz. Gegen 21.45 Uhr fand ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienest bei einer Gruppe mehrere Flaschen Schnaps. "Trotz Alkoholverbot in der Unterkunft wollten die Männer im Besitz des Alkohols bleiben und signalisierten dies dem Wachmann auch eindringlich", heißt es im Polizeibericht. Erneut statteten die Beamten der Einrichtung einen Besuch ab. Doch plötzlich rannten die Alkohol-Besitzer los und versteckten sich auf dem Gelände. Ein 34-Jähriger verletzte sich beim Sprung aus dem zweiten Obergeschoss am Handgelenk und musste in einer Klinik behandelt werden.

Zweiter Fehlalarm durch 37-jährigen Täter

Zum letzten Einsatz kam es schließlich dann am frühen Morgen. Gegen 1.30 Uhr löste erneut eine Person den Feueralarm aus. Es handelte sich wieder um den 37-Jährigen, der bereits am Abend zuvor eine Anzeige erhalten hatte. Bei dem Täter wurden 1,3 Promille festgestellt, auch er kam für die Nacht in Polizeigewahrsam.