Polizei Thüringen warnt vor K.O.-Tropfen – Obacht beim Feiern

Besonders zu Anlässen, an denen man so ausgelassen feiert wie an Karneval, ist die Gefahr groß, K.O.-Tropfen untergejubelt zu bekommen.
Besonders zu Anlässen, an denen man so ausgelassen feiert wie an Karneval, ist die Gefahr groß, K.O.-Tropfen untergejubelt zu bekommen.
Foto: dpa
  • Polizei Thüringen mahnt zur Vorsicht beim Feiern
  • Täter mischen K.O.-Tropfen in Getränke
  • Verdächtige Symptome und Verhaltenstipps

Der Höhepunkt der Karnevalssaison steht vor der Tür: Es wird ausgelassen gefeiert und das nicht selten mit reichlich Getränken. Die Polizei Thüringen nahm das vorstehende Party-Wochenende zum Anlass, zur besonderen Vorsicht zu mahnen.

Täter wollen Opfer gefügig machen

Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Täter unbekümmerte Feierfreunde mit K.O.-Tropfen ihren Tätern gefügig machen. „Nur kurz das Glas stehen gelassen? Ein Unbekannter schmeißt eine Lokalrunde? Hier sollte man besonders vorsichtig sein“, heißt es in dem Facebook-Post der Polizei. Denn eben solche Momente der Unaufmerksamkeit nutzen die Täter, um unbemerkt die gefährliche Substanz in die Getränke ihrer Opfer zu mischen.

Liquid Ecstasy kann lebensbedrohlich sein

Oft handelt es sich dabei um GHB (Gammahydroxybutyrat), so die Polizei, es werden aber auch andere Medikamente oder Beruhigungsmittel verwendet, die stets farb- und geruchlos sind. Die auch "Liquid Ecstasy" genannten K.o.-Tropfen gelten als unberechenbar. Darin enthaltene Stoffe können als Droge stimulieren oder die Aktivitäten des Gehirns und des zentralen Nervensystems verlangsamen. Der Stoff ist deshalb auch als Vergewaltigungsdroge bekannt. Eine Überdosierung kann lebensbedrohlich werden.

Bei diesen Symptomen liegt der Verdacht auf K.O.-Tropfen nahe

Die Polizei erklärt, dass die Tropfen bereits nach zehn bis zwanzig Minuten beginnen zu wirken: „Nach anfänglicher Euphorie folgen Übelkeit, Schwindel und plötzliche Schläfrigkeit. Das Opfer wacht später auf und kann sich an nichts erinnern, doch die Straftat ist dann oftmals schon passiert.“, heißt es weiter.

Weil die Substanz nur wenige Stunden im Blut oder Urin nachweisbar ist, rät die Polizei bei verdächtigen Symptomen sofort einen Arzt oder die nächste Notaufnahme aufzusuchen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, hat die Polizei Thüringen einige Tipps für Partygäste zusammengefasst:

Wie man sicher feiert - Tipps der Polizei Thüringen

  • Getränke bei der Bedienung bestellen und selbst entgegennehmen
  • von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen
  • offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen
  • Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen
  • Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen
  • Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer und verständigen das Personal
  • Nicht zögern, im Notfall immer 110 wählen

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