2,6 Promille aller Arbeitsplätze in Thüringen durch Insolvenz bedroht

Derzeit sind in Thüringen mehr als 2100 Arbeitsplätze durch die finanzielle Schieflage von Firmen gefährdet. (Symbolfoto)
Derzeit sind in Thüringen mehr als 2100 Arbeitsplätze durch die finanzielle Schieflage von Firmen gefährdet. (Symbolfoto)
Foto: imago/Symbolbild
  • Etwa 300 Unternehmen haben 2017 in Thüringen Insolvenz angemeldet
  • Dadurch sind etwa 2100 Arbeitsplätze im Freistaat bedroht
  • Umgerechnet sind etwa 2,6 Promille aller Beschäftigten betroffen

Derzeit sind in Thüringen mehr als 2100 Arbeitsplätze durch die finanzielle Schieflage von Firmen gefährdet. Das entspricht etwa 2,6 Promille aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in Thüringen.

296 Unternehmen stellen in Thüringen Insolvenzanträge

Im vergangenen Jahr wurden bis Ende November von 296 Unternehmen Insolvenzanträge wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung bei den Amtsgerichten angemeldet, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Trotz des derzeitigen Baubooms traf es auch 50 Baufirmen. Ähnlich hoch war die Zahl der Kfz-Händler und Werkstätten, die in finanzielle Probleme gerieten.

Hintergrund: Insolvenz & Arbeitsplätze

Insolvenzanträge führen allerdings nicht zwingend zum Aus für Firmen. Häufig finden sich Lösungen beispielsweise durch den Einstieg von Investoren. Die 2100 in der Schwebe sich befindender Arbeitsplätze stehen etwa 796.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand 2017) gegenüber, die das Thüringer Landesamt für Statistik erfasst hat. Diese Kennzahl wird jährlich mit dem Stichtag 31. März erfasst.

Debatte um zu wenig Ostdeutsche beim GroKo-Personal

Nur die Bundeskanzlerin als ostdeutsche Stimme in einer neuen großen Koalition? Mehreren führenden Politikern ist das zu wenig. (Symbolfoto)
Nur die Bundeskanzlerin als ostdeutsche Stimme in einer neuen großen Koalition? Mehreren führenden Politikern ist das zu wenig. (Symbolfoto)
Foto: Kay Nietfeld / dpa

Seit nahezu 30 Jahren gibt es ein vereinigtes Deutschland - braucht der Osten thematisch und personell weiterhin eine Sonderrolle in der Bundesregierung? Ja, sagen mehrere führende Politiker und fordern mehr Ostdeutsche am Kabinettstisch.

Mehr lesen