Thüringer Jusos zum SPD-Chaos in Berlin: Das ist "Kommunikationsfasching"

Oleg Shevchenko, Landesvorsitzender der Jusos in der SPD Thüringen. (Archivfoto)
Oleg Shevchenko, Landesvorsitzender der Jusos in der SPD Thüringen. (Archivfoto)
Foto: Jusos Thüringen
  • Die Thüringer Jusos kritisieren "Postengeschachere" bei den Groko-Verhandlungen
  • Sigmar Gabriel und Martin Schulz sorgen laut SPD-Nachwuchs für Verlust an Glaubwürdigkeit

Die Thüringer Jusos kritisieren die heftigen Personaldebatten für ein künftiges Kabinett innerhalb der Großen Koalition: Nachdem noch-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag dem Ärger über den Verlust seines Postens öffentlich Luft machte, hat der eigentliche Nachfolger auf den Sitz, Martin Schulz (SPD), mittlerweile verkündet, er werde nicht für das Außenministerium als Minister zur Verfügung stehen.

Thüringer Juso-Chef kritisiert Postengeschachere in Berlin

"Was die SPD betreibt, ist ein Kommunikationsfasching. Es muss endlich wieder um Inhalte gehen. Mehr politische Auseinandersetzung als Postengeschachere.“, so Oleg Shevchenko, Landesvorsitzender der Thüringer Jusos, auf TH24-Nachfrage.

"Verlust der Glaubwürdigkeit der Sozialdemokratie"

Doch nicht nur der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat mache hierbei eine schlechte Figur: "Gabriel stellt seine persönlichen Interessen über die der Partei. Das trägt auch zum Verlust der Glaubwürdigkeit der Sozialdemokratie bei", so Shevchenko weiter.

Stimmenverlust auch an die Alternative für Deutschland?

Treibt ein solches Wirrwarr in der Bundeshauptstadt der AfD nicht die Wähler in die Hände? "Ich glaube eher den Grünen und der Linken", antwortet der Juso-Chef. Gleichwohl hat die Alternative für Deutschland seit der Bundestagswahl leicht an Stimmen zugelegt, die letzte INSA-Umfrage spricht von knapp drei Prozent (auf insgesamt 15 Prozent, 5. Februar), während die SPD im gleichen Zeitraum gut drei Prozent einbüßen musste und mittlerweile nur noch auf 17 Prozent kommt.