Messerattacke in Klosterschule: Prozess gegen 15-Jährigen beginnt

Der Fall wird vor der Jugendstrafkammer in Mühlhausen verhandelt. (Symbolbild)
Der Fall wird vor der Jugendstrafkammer in Mühlhausen verhandelt. (Symbolbild)
Foto: Martin Schutt/dpa
  • Nach Messerangriff in Klosterschule Roßleben: 15-Jähriger jetzt vor Gericht
  • Verhandlung in Jugendstrafkammer hinter verschlossener Tür

Ein 15 Jahre alter Schüler steht nach einer Messerstecherei in der Klosterschule Roßleben vor dem Landgericht Mühlhausen. Er muss sich ab Dienstag wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung verantworten.

Nach Attacke in Roßleben schlug er Opfer ins Gesicht

Der Junge aus dem Kyffhäuserkreis hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestanden, am 11. September auf einen 14 Jahre alten Mitschüler eingestochen zu haben. Als die Messerklinge abbrach, habe er dem Opfer noch mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mitschüler ist seitdem querschnittsgelähmt. Der angeklagte Angreifer habe nach eigenen Angaben wissen wollen, wie es sich anfühlt, einen Menschen zu töten.

Opfer muss nicht aussagen

Dem 14-jährigen Opfer bleibt eine erneute Begegnung mit dem Täter erspart. Er muss vor Gericht nicht aussagen. Zutritt zum Saal haben ausschließlich die Mutter des Angeklagten sowie die Nebenklage und zwei Gutachter.

Was zuvor in Roßleben geschah:

Jugendstrafkammer in Mühlhausen verhandelt

Er sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten verhandelt die Jugendstrafkammer hinter verschlossenen Türen. Die Anklagebehörde hält den Gymnasiasten, der bis zur Messerattacke strafrechtlich ein unbeschriebenes Blatt war, für voll schuldfähig. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft und damit die Höchststrafe nach Jugendstrafrecht. Das Urteil soll am 10. April verkündet werden.