Bettnässer betäubt Ehefrau mit Schlafmitteln

Mit Schlafmitteln betäubte der 56-Jährige seine Frau, wie er angibt, aus Scham und nicht aus niederen Motiven.
Mit Schlafmitteln betäubte der 56-Jährige seine Frau, wie er angibt, aus Scham und nicht aus niederen Motiven.
Foto: Oliver Berg
  • Mann betäubt Frau mit Schlafmitteln in Cola
  • Gericht verurteilt 33-Jährigen zu zwei Jahren auf Bewährung
  • Motiv: Scham vor Inkontinenz

Weil er seine Frau heimlich mit Schlafmitteln betäubte, hat das Landgericht Gera einen 56-Jährigen zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Die Strafe sei auf Bewährung ausgesetzt worden, sagte Gerichtssprecherin Silke Hollandmoritz am Donnerstag in Gera.

Missbrauch der Betäubten nicht nachweisbar

Der erhobene Vorwurf, der Mann habe sich an der betäubten Frau vergehen wollen, konnte im Prozess nicht nachgewiesen werden.

Täter wollte nicht bloßgestellt werden

Laut Anklage hatte der 56-Jährige mehrfach Schlafmittel in die Cola seiner Frau gemischt. Während der Verfahrens hatte der Beschuldigte angegeben, dass er die Frau betäubt habe, damit sie nicht merke, wenn er in der Nacht ins Bett mache. Er wollte nach seinen Angaben verhindern, dass die Frau ihn dann mit den beschmutzten Polstern bloßstellt. Die Vorfälle spielten sich auf einem Zeltplatz am Hohenwarte-Stausee ab.

Kontaktverbot zur Ehefrau

Während der Bewährungszeit darf der Verurteilte nun keinen Kontakt zu seiner Frau aufnehmen und hat Orte zu meiden, an denen sie sich aufhält.