Südlink-Stromtrasse – Linke Bürgermeisterin ruft zu Protesten auf

Eine bestehende Stromtrasse im Thüringer Wald bei Goldisthal
Eine bestehende Stromtrasse im Thüringer Wald bei Goldisthal
Foto: dpa
  • Oberbürgermeisterin von Eisenach ruft zu Protest gegen Stromtrasse auf
  • Nachhaltige Entwicklung der Stadt werde gefährdet

Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) hat die Bürger zu Protesten gegen einen möglichen Verlauf der geplanten Südlink-Stromtrasse durch Teile Thüringens aufgerufen. Ein Trassenverlauf vom Eichsfeld durch Südwestthüringen werde von der Stadt, einem Bad Salzunger Bündnis und dem Land Thüringen abgelehnt, erklärte Wolf am Donnerstag in Eisenach. Sie hoffe, dass es eine breite Gegenbewegung auch in der Bevölkerung gebe.

Katja Wolf sieht Eisenachs Entwicklung beeinträchtigt

Betroffen könnten Ortsteile von Eisenach sein wie Hötzelsroda oder Stedtfeld. Wolf sieht durch die Stromtrasse, die als Erdkabel verlegt werden soll, Entwicklungschancen der Stadt „nachhaltig negativ beeinflusst“. Deshalb habe Eisenach auch eine negative Stellungnahme zur geplanten Ausweisung des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens zum nationalen Naturmonument abgegeben. Der Gesetzentwurf der Landesregierung schließe die Verlegung von Erdkabel entlang des sogenannten Grünen Bands nicht aus, begründete Wolf ihre Haltung.

Bundesnetzagentur lehnte Vorschlag ab

Die Landesregierung will möglichst verhindern, dass mit Südlink eine dritte neue Stromtrasse durch Thüringen gebaut wird. Eine alternative Trassenführung, die Thüringen vorgeschlagen hatte, war von der Bundesnetzagentur vor einigen Wochen abgelehnt worden.