Säugling getötet: Führt eine neue Spur zur Mutter?

Die Identität des getöteten Babys aus Weißenfels ist noch immer unklar, die Mutter ist bislang nicht gefunden.
Die Identität des getöteten Babys aus Weißenfels ist noch immer unklar, die Mutter ist bislang nicht gefunden.
Foto: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
  • Totes Baby vor einem Jahr in Weißenfels gefunden
  • Suche nach Mutter bislang erfolglos
  • MDR-Sendung stößt in Weißenfels auf neue Hinweise

Im Fall eines getöteten Babys aus Weißenfels gibt es offenbar eine neue Spur. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk am Mittwoch mitteilte, hätten sich die Hinweise während der Recherchen für die MDR-Serie „Die Spur der Täter“ ergeben. Demnach nimmt sich nun auch die Polizei der neuen Aussagen an.

Totes Baby in Weißenfels gefunden

Der tote Säugling war im April 2017 in Weißenfels gefunden worden, die Stadt in Sachsen-Anhalt liegt etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Thüringen entfernt. Schnell wurde klar, dass das Kind umgebracht wurde – aber die Suche nach seiner Mutter blieb bis heute erfolglos.

Kriminologin und MDR sprechen mit Anwohnern in Weißenfels

Das MDR-Team um Peter Escher machte sich nun auf den Weg nach Weißenfels. begleitet von der Magdeburger Kriminologin Bettina Götze. In den Gesprächen erzählten mehrere Anwohner von einer jungen Frau, die die Mutter des getöteten Babys sein könnte. Sie wohne in der Nähe des Fundortes, sei dort aber nicht gemeldet.

Rutschte die Mutter durchs DNA-Raster?

„Es wird vermutet, dass sie deshalb nicht zur DNA-Reihenuntersuchung geladen worden sei“, schreibt der MDR in seiner Mitteilung. Zu der Analyse waren damals etwa 300 junge Frauen gebeten worden, die zur Tatzeit in der Nähe gemeldet waren. Laut Mitteldeutschem Rundfunk geht die Polizei dem neuen Hinweis jetzt nach. Dazu, wie stichhaltig der Verdacht ist, äußerten sich die Beamten jedoch vorerst nicht.

Die Sendung über die Ermittlungen zum Tod des Säuglings in Weißenfels läuft an diesem Mittwoch. Das MDR-Fernsehen zeigt sie ab 21.15 Uhr.