Sprengstoff-Razzia: Thüringer LKA übernimmt Fall

Das LKA übernimmt jetzt die Ermittlungen. (Symbolfoto)
Das LKA übernimmt jetzt die Ermittlungen. (Symbolfoto)
Foto: dpa
  • Landeskriminalamt übernimmt Ermittlungen im Kreis Saalfeld-Rudolstadt
  • Mehrere Kilogramm Chemikalien in Rudolstadt und Uhlstädt-Kirchhasel entdeckt

Nach dem Sprengstoff-Fund im Kreis Saalfeld-Rudolstadt hat nun doch das Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. Nähere Angaben dazu, warum diese Entscheidung gefallen ist, teilte das LKA am Samstag auf Nachfrage nicht mit. Eine Sprecherin sagte lediglich, dass die Landespolizeiinspektion Saalfeld, das Thüringer Innenministerium und das LKA dies so abgestimmt hätten.

Keine Anzeichen für politischen Hintergrund in Rudolstadt

Am Freitag hatte das LKA mitgeteilt, dass der Staatsschutz sich nicht an den Ermittlungen beteiligen werde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gera gebe es „keine Anzeichen für einen politischen Hintergrund“ der Tat. Ob sich an dieser Einschätzung etwas geändert habe, sagte die Sprecherin nicht.

Sprengtsoff-Fund bei zwei Verdächtigen

Am Dienstag hatte die Kriminalpolizei bei Durchsuchungen in Rudolstadt und Uhlstädt-Kirchhasel Sprengstoff und mehrere Kilogramm Chemikalien entdeckt. Gegen zwei 25 und 31 Jahre alte Männer wurden Ermittlungen eingeleitet. Einer der Tatverdächtigen gehörte früher dem „Bündnis für Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt an, das sich von der Tat distanzierte. Der Fall soll nächste Woche Thema im Thüringer Landtag sein.