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Mord aus Habgier: Pärchen hat Thüringer für Schweiz-Reise getötet

Messer
Ein blutiges Messer. (Symbolfoto) Foto: mago/allOver-MEV
  • Mann in Gera gewaltsam getötet
  • Zwickauer Staatsanwaltschaft erhebt Mord-Anklage
  • Pärchen habe heimtückisch und aus Habgier getötet

Im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Gera hat die Zwickauer Staatsanwaltschaft Anklage gegen ein Pärchen erhoben. Einer 17-Jährigen und ihrem 20 Jahre alten Freund werden gemeinschaftlicher Mord und Raub mit Todesfolge vorgeworfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Der Prozess vor der Jugendkammer des Landgerichts Zwickau beginnt am 25. April. Die Auszubildende und der Praktikant aus der Muldenstadt hatten laut Staatsanwaltschaft beschlossen, einen Menschen zu töten, um für eine Schweiz-Reise an ein Auto zu kommen.

20-Jähriger ersticht Mann in Gera

Die Anklage stützt sich auf das Geständnis der Beschuldigten. Danach stach der 20-Jährige am 11. November 2017 mehrfach von hinten mit einem Messer in Kopf und Oberkörper des 45 Jahre alten Mannes ein, als dieser sich in Gera über den Kofferraum seines Autos beugte. Laut Obduktion waren die Stichverletzungen tödlich. Mit der Leiche im Kofferraum fuhren der 20-Jährige und seine Freundin bis Niederaula (Hessen) und warfen sie dort in die Fulda. Der leblose Körper war erst am 2. Februar von einem Spaziergänger gefunden worden.

Was bisher geschah:

Paar wird Mord vorgeworfen

Bei der 17-Jährigen geht die Staatsanwaltschaft von Mitttäterschaft aus, weil sie ihrem Freund gezeigt habe, wie er zustechen soll, und auch vom Taterfolg profitiert habe. Beiden werde Mord vorgeworfen, weil sie den Mann „aus Habgier, heimtückisch und zur Verdeckung einer anderen Straftat getötet“ hätten. Es handle sich um ein Zufallsopfer.