Mann mit Messer getötet: Verteidiger hält Angeklagten weiterhin für unschuldig

Im Prozess um tödliche Messerstiche in Schlotheim (Unstrut-Hainich-Kreis) hat der Verteidiger einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert. (Symbolbild)
Im Prozess um tödliche Messerstiche in Schlotheim (Unstrut-Hainich-Kreis) hat der Verteidiger einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert. (Symbolbild)
Foto: Volker Hartmann/dpa
  • Verteidiger fordert Freispruch für 44-Jährigen
  • Mann soll auf Opfer eingestochen und dessen Wohnung angezündet haben
  • Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft wegen Totschlag

Im Prozess um tödliche Messerstiche in Schlotheim (Unstrut-Hainich-Kreis) hat der Verteidiger einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert. „Bei den Indizien der Staatsanwaltschaft handelt es sich um reine Spekulation“, sagte Anwalt Marian Peter-Bohley in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Mühlhausen am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft hält es für erwiesen, dass der mehrfach vorbestrafte Angeklagte im Dezember 2016 einen 59-jährigen Bekannten erstach. Sie hatte für den Deutschen zehn Jahre Haft wegen Totschlags gefordert.

Verteidiger hält Angeklagten weiterhin für unschuldig

Die Anklage stützt sich auf Indizien, darunter eine am Tatort in der Wohnung des Opfers gefundene Zigarettenkippe mit DNA des Angeklagten. Sein 44 Jahre alter Mandant habe weder ein Motiv für die Tat im Dezember 2016 noch sei ihm die Tat nachzuweisen. Die Beweislage sei dünn, so der Verteidiger. Die Zigarette am Tatort sei bereits älter.