Neonazi-Attacke im Eichsfeld: LKA schaltet sich wegen Schwere der Tat ein

Das LKA hat sich bei dem Fall im Eichsfeld eingeschaltet. (Symbolfoto)
Das LKA hat sich bei dem Fall im Eichsfeld eingeschaltet. (Symbolfoto)
Foto: Imago/Chromorange
  • Nach Angriff auf Journalisten übernimmt LKA den Fall
  • Schwere der Tat verursacht Ermittlerwechsel

Nach dem Angriff von mutmaßlich Rechtsextremen auf zwei Journalisten im Eichsfeld hat das Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen zu dem Fall an sich gezogen. Das teilte eine Sprecherin des LKA mit. Grund dafür sei auch die Schwere der Tat. Ende April waren zwei Journalisten von maskierten Männern in einem Auto verfolgt und körperlich attackiert worden. Die Angreifer raubten nach Angaben des LKA die Kamera- und Fotoausrüstung der Journalisten.

LKA übernimmt Eichsfeld-Fall

Ausgangspunkt des Konflikts sollen Foto- und Filmaufnahmen der beiden Journalisten vom Grundstück des Thüringer Landesvorsitzenden der NPD, Thorsten Heise, gewesen sein. Die Journalisten sollen nach früheren Angaben der Polizei Nordhausen auch mit einem Messer und einem Baseballschläger angegriffen worden sein.

Angriff mit Messer

Nach Angaben der Anwälte der Opfer soll einer der beiden 26 Jahre alten Männer einen Messerstich ins Bein erlitten haben und der andere eine Kopfplatzwunde durch einen Schlag mit einem Schraubenschlüssel. Noch immer hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen des Vorfalls können sich auch beim LKA Thüringen unter der Rufnummer 0800/5890503 melden.