Norovirus-Ausbruch bestätigt in Feriencamp unter Quarantäne: 45 Personen erkrankt

Um ein Ferienlager im Landkreis Sonneberg ist am Donnerstagmittag (28.06.2018) eine Quarantäne-Zone verhängt worden, nachdem dort am Vormittag bei mindestens 45 Kindern und Erziehern der Ausbruch einer Krankheit festgestellt worden ist. (Montage: Marcus Heinz, imago/Science Photo Library)
Um ein Ferienlager im Landkreis Sonneberg ist am Donnerstagmittag (28.06.2018) eine Quarantäne-Zone verhängt worden, nachdem dort am Vormittag bei mindestens 45 Kindern und Erziehern der Ausbruch einer Krankheit festgestellt worden ist. (Montage: Marcus Heinz, imago/Science Photo Library)
  • Quarantäne-Zone um Feriendorf mit etwa 100 Personen in Rauenstein (Kreis Sonneberg) verhängt
  • 45 Kinder und Erzieher klagen über Durchfall und Erbrechen
  • Norovirus-Ausbruch bestätigt - nur gesunde Kinder dürfen Lager verlassen

Um ein Ferienlager im Landkreis Sonneberg ist am Donnerstagmittag eine Quarantäne-Zone verhängt worden, nachdem dort am Vormittag bei mindestens 45 Kindern und Erziehern der Ausbruch einer Krankheit festgestellt worden ist. Keiner dürfe nach Thüringen24-Informationen das Lager betreten und keiner verlassen. Mittlerweile wurde der Erreger durch das Coburger Klinikum als Norovirus identifiziert.

Fotos von Quarantäne-Bereich um Ferienlager in Südthüringen

20 Kinder und Erzieher aus Quarantäne-Zone in Krankenhaus gebracht

In dem Feriencamp in Rauenstein litten Dutzende Kinder und Erzieher an Durchfall, Erbrechen und Fieber. Es war schon die Vermutung eines Notarztes, der die Kinder zuerst vor Ort betreute, dass die Symptome auf einen Ausbruch des Norovirus hinweisen könnten. Diese Diagnose haben mittlerweile Diagnosen am Klinikum in Coburg bestätigt.

Minderschwere Fälle werden im Ferienzentrum Rauenstein von Ärzten behandelt

Wie Michael Volk, der Sprecher des Landratsamtes von Sonneberg, im Gespräch mit Thüringen24 sagte, gibt es unter den Betroffenen 20 schwere Fälle, die außerdem teils über schwere Kreislaufprobleme klagen und in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden. 25 Betroffene mit weniger starken Symptomen werden durch anwesenden Ärzte behandelt. Ihr Zustand sei stabil.

Länderübergreifender Rettungseinsatz in Südthüringen

Bei dem Großeinsatz, der eine Quarantäne-Zone mit Dekontaminationsbereich notwendig machte, waren Sanitäts- und Katastrophenschutzzüge unter anderem aus Sonneberg, Hildburghausen, Suhl und Nordbayern in Rauenstein im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen durfen keine Person das Lager betreten oder verlassen. Sonderkräfte der Polizei hatten den Bereich abgesperrt.

45 Kinder und Erzieher klagen über Übelkeit und Erbrechen

Gesundheitsamt sowie Lebensmittelkontrolleure aus dem Kreis Sonneberg begaben sich auf die Spur der Ursache. Auch eine Lebensmittelvergiftung wurde zunächst in Erwägung gezogen. Laut Landratsamtsprecher Volk sollen einzelne Kinder bereits seit Tagen über ähnliche Symptome geklagt haben. Offenbar habe da noch niemand einen Virus vermutet.

Norovirus-Ausbruch betrifft 100 Kinder, Jugendliche und Betreuer

In dem Feriendorf waren zum Zeitpunkt des Ausbruchs mehr als 100 Personen anwesend. Im aus mehreren Wohn- und Versorgungseinheiten bestehenden Ferienzentrum sind in dieser Woche drei Schülergruppen mit insgesamt 94 Schülern und Betreuern auf Klassenfahrt. Am Nachmittag kamen manche Eltern, die es einrichten und organisieren konnten, mit dem Auto angereist, um ihren Nachwuchs abzuholen, welcher das Schullandheim aber erst nach amtsärztlicher Untersuchung verlassen durfte.

Landratsamt will Reisebusse organisieren

Derzeit organisiert das Landratsamt Reisebusse, um die verbliebenen gesunden Kinder zurück nach Hause zu bringen, wie Landratsamtssprecher Volk am Nachmittag mitteilte. Zwei Schülergruppen kommen aus dem Raum Berlin, die dritte Schülergruppe aus dem Raum Frankfurt am Main. Die Schüler sind jeweils zwischen 13 und 16 Jahre alt.