Band der Woche: Meeting in April – Singer-Songwriter-Pop aus Ostthüringen

Unsere #onstage Band der Woche: Meeting in April.
Unsere #onstage Band der Woche: Meeting in April.
Foto: Meeting in April
  • #onstage: Wir stellen Meeting in April vor
  • Singer-Songwriter-Pop aus Altenburg und Gera
  • Familienprojekt nimmt Zuhörer auf musikalische Reise mit
  • Meeting in April will im Herbst auf Tour gehen

Michael Scholler, Annika Scholler, Anna Nastasia Hinkelmann und Felix Suda – das sind Meeting in April aus Gera und Altenburg. Zuhören, beobachten und genießen können. Meeting in April erzählen Geschichtenlieder, nehmen ihr Publikum mit auf die Reise, lassen es mittels einer musikalischen Bildersprache träumen. Anna Hinkelmann und Annika Scholler sind Schlagzeugerin und Sängerin von Meeting in April. Ihre Wurzeln beschreiben sie mit den “Beatles, Abba, Stevie Wonder oder Peter Cetera. „Alles was uns harmonisch und kompositorisch wertvoll ist, also die Songs internationaler Größen der 60er, 70er und 80er Jahre haben uns grundlegend geprägt, zeitgemäße Elemente sind hinzukommen. Unsere Musik soll verschiedene Emotionen ansprechen, leidenschaftlich sein und von Herzen kommen“, erzählt Anna.

Meeting in April ist ein Familienprojekt

Die Konstellation bei Meeting in April ist eine besondere, denn sie ist ein Familienprojekt. Michael Scholler hat seine Töchter schon früh in sein eigenes kreatives Schaffen involviert und ihren Spürsinn fürs musikalische Feingefühl gefördert. Als Schauspielkapellmeister und Ballettkomponist hat er über die Bühne hinaus auch schon für Fernsehproduktionen gearbeitet oder war als Lehrer und selbstständiger Komponist tätig. Mit all seinem kreativen Spektrum im Hintergrund, erfreuen sich seine Töchter einer langjährigen und professionellen Unterstützung durch ihren Vater. Seit 2015 spielen nun alle zusammen bei Meeting in April. Felix, der Mann an den Synthesizern, gilt sozusagen als musikalisch in die Familienband adoptiert.

Singer-Songwriter geht auch mit Verzicht auf Gitarren

Das Komponieren und Arrangieren erledigt Michael Scholler als Kopf der Formation fast ausschließlich alleine. Beim Texten sind jedoch alle mit am Werk. Das Piano steht als Instrument zentral inmitten ihrer Musik. Dazu kommen der Gesang, Schlagzeug und Synthesizer. Auf Gitarren verzichten Meeting in April gänzlich. Die Songs klingen sehr unterschiedlich, mal nachdenklich, dann wieder heiter, wie ein musikalisches Stimmungstheater mit reichlich Abwechslung und viel Liebe zum Detail. Die Synthesizer-Klänge von Felix Suda bringen zeitgemäße Sounds „on Top of the Pop“ und bereichern die Inszenierung der Songs.

Die Zeit die es braucht

„Anfangs, als wir an die 5 Songs fertig hatten, haben wir darüber diskutiert, ob wir anfangen wollen auch live zu spielen und haben uns dagegen entschieden. Wir haben lieber konzentriert und intensiv an der Produktion des Albums gearbeitet, bis wir wirklich zufrieden waren“, sagt Annika. Tatsächlich gab es aber bislang erst ein einziges Konzert zum Release ihres Albums im April. Doch das Warten habe sich gelohnt: „Es stimmte einfach alles“ blickt Annika zurück, „nichts hat gefehlt, nicht hätte es mehr gebraucht und wir haben großen Zuspruch für unser Programm erhalten. Das Konzert war ausverkauft und das Publikum begeistert.

Meeting in April live @ Puppenbühne Gera

Der Bogen zwischen Gestern und Heute

„Es ist uns wichtig das Althergebrachte, die Harmonik, die Beständigkeit der Musik, mit der wir aufgewachsen sind, zu transportieren und gleichzeitig aber auch weiterzuentwickeln und unsere eigene Sprache zu finden“, erklärt Annika. „Durch Sounds des Synthesizers beispielsweise, die zeitgemäß ergänzen und sphärisch einwirken“. Dafür sorgt zum einen Felix an den Tasten, zum anderen aber auch die Kompositionen von Michael Scheller. Diese stehen für eine facettenreiche Bildersprache. So verstehen sie es Traditionelles mit Modernem zu verbinden.

Selbstbetitelt: Album Meeting in April erschienen

An ihrem ersten Album haben sie fast drei Jahre gearbeitet. Im April dieses Jahres ist es bei ZeitArt Records aus Worms erschienen.

Zukunftspläne von Meeting in April

„Im Herbst wollen wir mit unserem neuen Album auf Tour gehen - bis ins Jahr 2019 hinein“, kündigt Annika an. Dann wird man endlich die Möglichkeit haben, Meeting in April auch live zu erleben. Als allernächstes Projekt werden sie sich aber erstmal an die Produktion eines neuen Musik Videos machen.

Die Suche nach den passenden Bühnen

„Klar könnten wir auch in der Kneipe nebenan fragen und uns durch den Kiez spielen, aber das passt nicht wirklich zu uns“, fährt sie fort. Wir brauchen tatsächlich eher einen Raum, in dem ein konzentriertes Miteinander möglich ist und in dem alle Aufmerksamkeit, auch bei unseren Zuhörern, voll auf der Musik liegt. Wir erzählen zwischen den Liedern auch gerne etwas zu den Songs und deren Geschichte“, beschreibt Anna. So beziehen Meeting in April das Publikum noch tiefer mit ein und jeder bekommt eine Idee vom Inhalt des Songs und kann uns so auch musikalisch intensiver folgen.“

Wir stellen in unregelmäßigen Abständen vielversprechende Bands aus Thüringen vor. Alle Teile unserer Serie findet ihr unter dem Hashtag #onstage.