Rätselhafter Skelett-Fund: LKA gibt dem Toten ein Gesicht

Seit mehr als zwei Jahren versuchen die Ermittler, die Identität eines in einem Wald bei Rotenburg gefundenen Toten zu klären. Das LKA Hessen hat nun sein Gesicht rekonstruiert.
Seit mehr als zwei Jahren versuchen die Ermittler, die Identität eines in einem Wald bei Rotenburg gefundenen Toten zu klären. Das LKA Hessen hat nun sein Gesicht rekonstruiert.
Foto: Imago/Imagebroker, Polizei Rotenburg
  • Skelettierte Leiche in Waldstück in Rotenburg (Hessen) gefunden
  • Identität seit zwei Jahren ungeklärt
  • Bundesweite Fahndung erfolglos
  • LKA rekonstruiert Gesicht

In einem Waldstück – rund 20 Kilometer von der Thüringer Grenze entfernt – verweste über Jahre hinweg eine Leiche. Bis ein Spaziergänger schließlich über menschliche Knochen und einen bereits skelettierten Schädel stolperte. Seit zwei Jahren nun rätselt die osthessische Polizei, um wen es sich bei dem Verstorbenen handeln könnte. Ein bundesweiter Abgleich mit Vermisstenmeldungen blieb bislang ohne Erfolg. Nun hofft das Landeskriminalamt Hessen nach einer aufwendigen Rekonstruktion des Gesichts auf neue Hinweise.

Bildergalerie: So könnte der Tote mit unterschiedlichen Frisuren ausgesehen haben

Verstorbener war womöglich nur auf Besuch in Rotenburg

Eine DNA-Untersuchung habe ergeben, dass es sich um einen Mann im fortgeschrittenen Erwachsenenalter handeln muss, teilte die Polizei mit. Seine Kleidung in der Konfektionsgröße 54 lege die Vermutung nahe, dass er bereits einige Jahre in dem Waldstück gelegen haben muss. Spuren auf ein Gewaltverbrechen hätten sich keine gefunden. Möglicherweise war er zur Zeit seines Verschwindens nur auf Besuch im hessischen Rotenburg an der Fulda, heißt es von den Ermittlern. Er könnte demnach aus einer ganz anderen Region stammen, beispielsweise auch aus Thüringen. In seiner Jacke hatte er ein Brillenetui bei sich, mit einem Werbeaufdruck eines Optikers aus der Oberpfalz.

Rekonstruiertes Gesicht des Toten mit verschiedene Frisuren

Den Spezialisten des hessischen LKA gelang es, die prägnanten Gesichtsmerkmale zu rekonstruieren, nicht aber die Haare. Deswegen haben sie unterschiedliche Frisuren auf das modellierte Gesicht des Unbekannten drapiert.

Bundesweit keine passende Vermisstenmeldung

Weil in der gesamten Republik keine passende Vermisstenmeldung vorliege, ist die Veröffentlichung der Modellbilder womöglich die letzte Chance der Ermittler, die Identität des Verstorbenen zu klären. Unter den Telefonnummern (06621) 93 20 und (06623) 93 70 nimmt die Polizei Hinweise entgegen.

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