Sind bald Autos ohne Fahrer in Thüringen unterwegs?

In Gera beschäftigen sich künftig Experten mit dem autonomen Fahren. (Archivfoto)
In Gera beschäftigen sich künftig Experten mit dem autonomen Fahren. (Archivfoto)
Foto: Federico Gambarini / dpa
  • Gera will Kompetenz zum autonomen Fahren aufbauen
  • Teststrecken für selbstfahrende Autos in der Prüfung

Gera will beim Thema autonomes Fahren eine Vorreiterrolle einnehmen. Hierzu wurde am Donnerstag das «Kompetenzzentrum für autonomes Fahren und Mobilität 2030» für die Region Ostthüringen gegründet. Initiatoren sind Stadtverwaltung, Wissenschaft und Unternehmen.

Umfrage zu selbstfahrenden Autos:

Mobilität der Zukunft Thema in Gera

«Die Mobilitätswelt steht vor einem gewaltigen Wandel, auf den wir reagieren müssen», sagte der Geschäftsführer des in Gera ansässigen Instituts für autonomes Fahren, Mike Fischer. Mit dem Zentrum soll das Thema vorangetrieben werden.

Gera prüft Strecken für selbstfahrende Autos

Nach Angaben von Oberbürgermeister Julian Vonarb prüft die Stadt, wo Teststrecken für Projekte fahrerlosen Fahrens ermöglicht werden können, auf denen Kleinbusse unterwegs sein sollen. Die Kommune will sich damit als eine von bundesweit 20 Modellstädten bewerben. Perspektivisch gesehen wolle er auch die Städtischen Verkehrsbetriebe in das Kompetenzzentrum integrieren, die zum Beispiel ihre Erfahrungen im öffentlichen Personennahverkehr einbringen könnten.

Autonomes Fahren bald Wirklichkeit auf Thüringens Straßen?

Der Vizepräsident der Dualen Hochschule Gera-Eisenach, Jürgen Müller, erläuterte, das «2030» stehe in der Bezeichnung für das Kompetenzzentrum tatsächlich dafür, dass das autonome Fahren optimistischen Studien zufolge bis dahin schon Wirklichkeit werden kann. Genauso wichtig sei aber auch die Zeit, die bis dahin vergehe: «Schon heute erleben wir, dass immer mehr Systeme wie etwa Spurhalteassistenten dem Fahrer bestimmte Aufgaben abnehmen oder erleichtern.» Diese Entwicklung werde in den nächsten Jahren anhalten.