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Todes-Trend: Die meisten Thüringer lassen sich verbrennen

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Ein Sarg wird in den rund 850 Grad heißen Krematoriumsofen gefahren. (Symbolbild) Foto: Roland Weihrauch/dpa

Erfurt. 

Die mit Abstand häufigste Beisetzungsform in Thüringen ist nach wie vor die Feuerbestattung. In manchen Gegenden liegt die Quote dem Bestatterverband Thüringen zufolge bei bis zu 95 Prozent.

Altes Krematorium in Weimar

Nur in traditionell katholisch geprägten Gegenden wie dem Eichsfeld oder der Rhön sei die Zahl der Erdbestattungen noch relativ hoch. Thüringen sei zudem mit dem 1878 gegründeten Krematorium in Weimar das Bundesland mit der ältesten Tradition in Sachen Feuerbestattung. Derzeit gibt es rund ein Dutzend Krematorien im Freistaat.

Harter Wettbewerb

Die rund 150 Krematorien in Deutschland können dem Bestatterverband zufolge jedes Jahr rund eine Million Einäscherungen durchführen. Der Bedarf wird auf etwa 600.000 Einäscherungen pro Jahr geschätzt – daher herrscht auf diesem Gebiet ein harter Wettbewerb. Auch in Thüringen wurden in den vergangenen Jahren mehrere Standorte geschlossen.