Verirrte Hündin von Zug angefahren und verschwunden: Teikas Odyssee hat ein Ende

Seit fast drei Wochen irrte die hübsche Hundedame Teika durch den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Auf ihrer Odyssee wurde sie von einem Zug erfasst.
Seit fast drei Wochen irrte die hübsche Hundedame Teika durch den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Auf ihrer Odyssee wurde sie von einem Zug erfasst.
Foto: Michelle Allgeier, Google Maps
  • Hübsche Hundedame Teika irrt fast drei Wochen verletzt durch Thüringen
  • Schäferhund-Mix von Zug angefahren und verletzt
  • Besitzerin bekommt entscheidenden Hinweis

Fast drei Wochen lang irrte eine verletzte Hündin durch Ortschaften und Wälder in Thüringen. Nach schier ewigem Bangen, etlichen Hinweisen und falschen Fährten konnte die Besitzerin ihre hübsche Teika jetzt endlich wieder in die Arme schließen.

Hund bei Quittelsdorf von Zug angefahren

Rund 3000-mal wurde Teikas Geschichte auf Facebook geteilt. Die Thüringer wollten Michelle unbedingt bei der Suche unterstützen, denn ihre Kleine wurde auf ihrer Odyssee zu allem Übel noch von einem Zug angefahren und verletzt. Ein Lokführer musste Michelle die Hiobsbotschaft überbringen, dass er ihren Hund wohl auf der Strecke zwischen Bad Blankenburg und Rottenbach im Kreis Saalfeld-Rudolstadt erfasst hatte.

Teika irrt wochenlang durch den Kreis Saalfeld-Rudolstadt

Seither meldeten Bewohner aus Etzelbach, Langenschade und Quittelsdorf immer wieder, dass sie den Schäferhund-Mx gesehen haben wollen. Teika jedoch hat Angst vor Fremden. Niemandem gelang es, sie einzufangen oder an Ort und Stelle zu halten. Nach einer letzten Sichtung in Rottenbach, 25 Kilometer von Teikas Heimat entfernt, verlor sich in zunehmend falschen Hinweisen schließlich jede Spur.

Hündin in Quittelsdorf gesehen

Bis zu diesem Montag: Sage und schreibe 15 Tage nachdem Teika aus Michelles Haus in Oberkrossen verschwunden war, kam der entscheidende Hinweis per Telefon. Seit zwei Tagen liege die verletzte Hundedame immer um die gleiche Zeit an gleicher Stelle in der Sonne, berichtete eine Bewohnerin aus Quittelsdorf.

Hunde-Lebendfalle bei Quittelsdorf fängt Teika

Michelle stellte am Waldrand unweit der Unfallstelle eine Lebendfalle auf. Am Donnerstagabend schnappte sie zu. „Sie war eingeschüchtert und knurrte uns kurz an, als sie uns sah“, erzählt Teikas Frauchen. Nach ein paar Minuten habe der Vierbeiner Michelle jedoch erkannt und gleich kuscheln wollen. „Als wir sie befreit hatten, sprang sie auch sofort ins Auto.“

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Prellungen und Fleischwunde nach Zugunglück

"Ihr geht es den Umständen entsprechend", sagt das Frauchen gegenüber Thüringen24. Doch die Odyssee und der Zugunfall haben deutliche Spuren hinterlassen. „Teika hat eine Fleischwunde am Rücken und mehrere Prellungen, doch die Verletzungen sehen relativ gut aus und werden wohl von selbst heilen.“ Am Freitagmorgen war Michelle mit ihrer Kleinen bereits beim Tierarzt. Nun werden sich beide erst einmal erholen.