Polizei erschießt Mann in Thüringen: So kam es zu dem tödlichen Schusswechsel

Einsatzkräfte der Polizei sind nach einer Schießerei im Einsatz. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei ist in Thüringen ein Mann gestorben. Die Schüsse waren am Sonntag während eines Einsatzes in der Gemeinde Rosa im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gefallen.
Einsatzkräfte der Polizei sind nach einer Schießerei im Einsatz. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei ist in Thüringen ein Mann gestorben. Die Schüsse waren am Sonntag während eines Einsatzes in der Gemeinde Rosa im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gefallen.
Foto: Steffen Ittig/News5/dpa
Ein Mann bedroht seine ehemalige Freundin. Zuvor besorgt er sich eine Waffe – wohl aus dem Schrank eines Sportschützen. Die Lage in Georgenzell (Rosa) eskaliert, Schüsse fallen. Mit tödlichen Folgen.

Nach dem tödlichen Schusswechsel der Polizei mit einem Mann nahe Meiningen sind Details zu dem Vorfall veröffentlicht worden. Vor dem Tod des 28-Jährigen am Samstagabend war seine Ex-Freundin ins Elternhaus einer Freundin geflüchtet. Dort habe sie laut Polizei erklärt, von ihrem früheren Freund verfolgt und bedroht zu werden. Demnach habe der Mann aus Bad Liebenstein nahe dem Wohnhaus in seinem Wagen gesessen. Der Vater der Freundin habe schließlich die Polizei alarmiert.

Mann eröffnet Feuer auf Polizei in Rosa-Georgenzell

Als die Polizisten den 28-Jährigen aufforderten, sich auszuweisen, eröffnete er unvermittelt auf offener Straße in Georgenzell – einem Ortsteil der Gemeinde Rosa – das Feuer. Daraufhin soll ein Beamter den Mann mit einem Schuss so schwer verletzt haben, dass er wenig später in einer Klinik starb. Das Landeskriminalamt überprüft nun den Fall.

Familie des Toten befürchtete Gefahr

Während des Einsatzes hatte die Polizei nach eigenen Angaben bereits die Familie des jungen Mannes kontaktiert. Eine Befragung habe demnach ergeben, dass der Mann sich selbst und andere gefährden könnte. Außerdem wurde vermutet, dass er eine scharfe Waffe bei sich tragen könnte.

Schusswaffen stammen von Sportschützen

Die zwei Schusswaffen und mehr als 20 Schuss Munition, die bei dem Mann gefunden wurden, stammen den Ermittlungen zufolge von einem Verwandten des Mannes, der Sportschütze ist. Eine Überprüfung bei diesem ergab, dass Waffen und Munition, die er rechtmäßig besitzen darf, am Abend verschwunden waren. Jetzt müsse geprüft werden, ob alles sachgemäß aufbewahrt wurde, hieß es.

Leiche in der Rechtsmedizin

Die Leiche sollte noch am Montag rechtsmedizinisch untersucht werden. Die Angehörigen des Toten und die Sicherheitskräfte, die im Einsatz waren, werden laut Polizei psychologisch betreut. (dpa, aj)