Achtung Porno-Surfer! Unbekannte wollen euch beim Masturbieren gefilmt haben

Hunderte Thüringer wurden mit vermeintlichen Sex-Videos erpresst, die sie beim Masturbieren zeigen sollen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelt. (Symbolbild)
Hunderte Thüringer wurden mit vermeintlichen Sex-Videos erpresst, die sie beim Masturbieren zeigen sollen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelt. (Symbolbild)
Foto: Magictorch / imago/Ikon Images
  • 100 Thüringer mit Sex-Videos erpresst
  • Täter drohen, Opfer beim Masturbieren gefilmt zu haben
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Cyber-Krimnelle

Rund 100 Thüringer wurden mit vermeintlichen Sex-Videos erpresst: Per E-Mails drohten Unbekannte Videos zu veröffentlichen, die die Männer und Frauen unter anderem bei der Selbstbefriedigung zeigen würden. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen aufgenommen.

Thüringer Porno-Surfer mit Masturbations-Videos erpresst

Die bislang unbekannten Täter behaupten demnach, mit einer Schadsoftware die Computer der Betroffenen infiziert zu haben. Sie wollen die Opfer mit der eigenen Webcam bei sexuellen Handlungen gefilmt haben, während sie auf Porno-Seiten surften.

Druckmittel: Sex-Videos veröffentlichen

Die Männer und Frauen wurden zur Zahlung von jeweils mindestens 500 Euro aufgefordert, anderenfalls würden die Aufnahmen an Freunde, Familien und Geschäftspartner weitergeleitet. Vor der Betrugsmasche hatte die Polizei bereits im Sommer über Thüringen hinaus auch in mehreren Bundesländern gewarnt.

Cyber-Erpresser auf russischen Servern lokalisiert

Ermittelt wird wegen versuchter Erpressung. Laut Staatsanwaltschaft ergaben die Ermittlungen bislang, dass die Täter überwiegend russische Server und Netzwerke einsetzen. Ein Schaden sei nicht entstanden, da die betroffenen Internetnutzer nicht gezahlt hätten. Die unbekannten Verfasser der E-Mails seien auch nicht im Besitz kompromittierender Videos gewesen. (aj, dpa)