Nach Doppelmord in Nordhausen: Verdächtiger kommt vor den Haftrichter

Am Samstag entscheidet ein Haftrichter, ob der 56-Jährige in Untersuchungshaft muss - das gilt als sehr wahrscheinlich (Symbolbild).
Am Samstag entscheidet ein Haftrichter, ob der 56-Jährige in Untersuchungshaft muss - das gilt als sehr wahrscheinlich (Symbolbild).
Foto: dpa
  • Zwei Senioren werden Heiligabend tot entdeckt
  • Jetzt ist ein Tatverdächtiger gefasst
  • Er soll heute vor den Haftrichter

Nach dem gewaltsamen Tod eines Rentner-Ehepaars an Heiligabend in Nordhausen soll der Tatverdächtige am heutigen Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ermittler hatten den 56-Jährigen am Freitag festgenommen.

Der Mann aus Nordhausen stamme aus dem Umfeld der Opfer und sei geständig, teilte die Polizei mit. Zuvor hatte es demnach einen DNA-Treffer in der Spurenauswertung gegeben. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wird laut Polizei einen Haftbefehl beantragen. "Zum Tatmotiv können noch keine Angaben gemacht werden", hieß es in der Mitteilung.

Schockfund in Nordhausen an Heiligabend

Die Leichen der Opfer - ein 82-Jähriger und seine 80 Jahre alte Frau - waren am Montagvormittag entdeckt worden. Sie lagen nach Polizeiangaben im Hof ihres Wohnhauses, der vermutlich auch der Tatort war. An den Leichen wurden Anzeichen "massiver Gewalteinwirkung" festgestellt. Eine Obduktion bestätigte später den Verdacht auf ein Tötungsverbrechen.

Kurz vor dem Fahndungserfolg hatte die Polizei am Freitag noch eine Belohnung von 5.000 Euro für entscheidende Zeugenhinweise zu dem Fall ausgelobt.

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Täter hat Bargeld erbeutet

Nach der Tat wurde laut Staatsanwalt das Haus des Paares durchsucht und vermutlich ein hoher Betrag Bargeld mitgenommen. Konkrete Angaben zum entwendeten Geldbetrag oder zur Tatwaffe hatten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag bei einer Pressekonferenz vor der Festnahme wegen der noch laufenden Ermittlungen zunächst nicht gemacht. Eine Polizeisprecherin machte auch am Freitagabend keine weiteren Angaben zu dem Fall. (dpa)